Gesch. d. Eur. Staatensyff. 1797-1824. 655
Macht zu gewinnen. Preußen hingegen, wähnendauch im allgemeinen Sturme stets zwischen der^ Scylla und CharybdiS durchzusteuern, bestand un-erschütterlich auf der Neutralität. Der Krieger-staat verrauschte plötzlich seine Rolle, indem er derfriedlichste ward. Der gefahrvollste aller Versuche,l wenn der Staat selber den Nimbus seiner Macht
> zerstört!
Seit den vergeblichen Unterhandlungen zu Selz 30.Mai) — 6 . Juli 17Y8 anfangende engere Verhältnisse Oest-reichs mit England und Rußland, indem es Rußland zu-gleich die Vermittelung mit Preuße» über die künftigen^ Entschädigungen überläßt. Das Vorrücken einer Russischen
r Armee durch die Oestreichischen Länder Der. gab die deut-
l lichste» Beweise; und veranlaßte die Französische Gesandt-
schaft zu einer Erklärung darüber 2. Jan. i? 99 .
;
r
>t
it
se
14. So hatte sich eine neue Verbindung ge-gen die Französische Republik gebildet, dem Um-fange nach allerdings größer als die erste; aberauch durch diesen sich selber bindend. Welche Hin-dernisse legte nicht schon die geographische Entfer-nung von London, Wien und Petersburg, jederLlebereinkunft in den Weg; welche die NeutralitätPreußens, zugleich Holland und Belgien deckend;welche noch größere Hindernisse lagen in dem ge-theilten Interesse Englands und der Continental-wächte; und in dem launenvollcn Charakter desRussischen Herrschers? Schon das frühzeitige
Losbre-