89
die öffentlichen Einnahmen vermehrt, indem sie die Taren her-absetzt und wie viel sie gewinnen würden, wenn sie den Völ-kern mehr Freiheit gönnten im Verkehr mit ihren Nachbarin"Mit dem System der Prohibitionen und hoher Zölle nöthigtman die andern Länder, sich ihre eigenen Hülfsquellen mög-lichst zu Nutzeil zu machen und man verzichtet freiwillig aufvortheilhafte Absatzquellen. Man weiß, daß die Bedürfnissesich vermehren im Verhältniß wie die Mittel zu ihrer Befrie-digung zunehmen und daß nur die Wirkung der Konkurrenz,eine vollkommene Freiheit des Austausches, die Vermehrungder Mittel gehörig fördert, welche das sicherste Fundament desöffentlichen Wohles sind. Wenn die Zölle übertrieben sind,so gedeiht der Schleichhandel und bestraft den Fiskus trotz dendichten Linien seiner Zollwächter. Diese selbst sind eine Lastfür den Staat, der sie nähren, bekleiden und bezahlen muß,um ihnen ren Schaden zu vergelten, den sie ihm zufügen;denn ihre Hände sind den nützlichen Beschäftigungen entzogen,um zu Verrichtungen gebraucht zu werden, welche Ähnlich-keit mit dem Spioncndienst oder doch mit dem beschaulichen,d. h. unproduktiven Leben haben.
Die nationalen Fabrikanten, erwidert man uns, haben einInteresse an dem Verbot gewisser ausländischer Erzeugnisse,welche unsern Manufakturen schaden würden. Aber womitkaufen wir die Produkte unser Manufakturen? — Mit andernProdukten. Wenn vermittelst einer geringern Menge vonWerthen wir uns im Auslande eine eben so große Summevon fäbrizirten Dingen wie bei uns kaufen können, liegt esnicht in unserm Interesse, daß nichts unsere Verbindung mitdemselben hemme? Was soll man alsdann von den Einfuhr-zöllen und den Ausfuhrverboten denken? Fragt die Herren der