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wissenschaftlichen Bildung, zugleich fortwährend die Stützenund Hebel der überlegenen Cultur derjenigen Völker der Erde,welche aus diesen Quellen schöpfen. „Es ist eine häufig aus-gesprochene Wahrheit, die aber, weil auch der Irrthum anallen Ecken gepredigt wird, immer wiederholt werden muß:Christenthum und klassisches Alterthum sind die beiden himmel-anstrebendcn Pfeiler, auf denen die Humanität und geistige(Überlegenheit des civilisirten Europa ruht. Diesen sittlichgeistigen Mächten kann die europäische Menschheit ebensowenigentwachsen, als der Baum seinen Wurzeln. Sie bedingendas Fortwachsen, die Blüthe, die Frucht. Sie stellen eineVergangenheit dar, die von der Gegenwart nicht verdrängt,sondern nur einer höhern Metamorphose entgegengeführt wer-den und in dieser Fortbildung immer liefere Bedeutung undgrößere Verbreitung erlangen sollen. Sie sind das Vermächt-nis der Weinberg, den der liebende Vater seinen Kinderngelassen hat, damit sie sich von seinem Ertrage geistig näh-ren und durch fortgesetzte rüstige Bearbeitung von Jahr zuJahr, ja von Jahrhundert zu Jahrhundert des Schatzesimmer Mehr Herausgraben sollen. Das Christenthum beseligtuns durch geistige Wiedergeburt und bewahrt alle Keime derhöhern Civilisation, die Philologie vermittelt das Christenthumals ein historischgegebenes Faktum wissenschaftlich und bannt,richtig betrieben, den finstern Geist des Fanatismus und dereinseitigen Askese. Aus der innigen Verschmelzung beidersproßt die herrliche Blume rein menschlicher Bildung". Fr.Röder in der Abh.: „Pädagogische An- und Aussichten",im Progr. des Gymn. zu Nordhaus. 1843 S. 23. — ZuDem, was im obigen Texte weiterhin, von der Stellung undBedeutung der christlichen Lehre als Unterrichtsmittels gesagtist, vergleiche man außer den ausführlichem Darlegungen beiDeinhardt i. d. a. Schr. S. 39 — 42. 81. sf. (über dasVerhältniß der christlichen Wissenschaft zur Wissenschaft desAlterthums) u. S. 90. ff. und bei Kirchner, akad. Propäd.§. 77. 78., auch noch Döder lein, Ned. u. Aufs. XI. („üb.d. Bild. zu einer echt christlichen Gesinnung") u. S. 174.,ferner Bomhard Vorsch. Abschn. XVI. Vilmar Schulre-den (Marb. 1846) I. S. 1. ff.
12) Wer in dem vorstehenden Vortrage manche Gründeund Gesichtspunkte zur Darlegung der Beziehung und Noth-wendigkeit der Gymnasial-Unterrichtsgegenstände zur Idee des