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Reformation zugethan; schon 1524 trat einer derselben, Dr.Johann Dreier, als eifriger Prediger für sie auf undwurde auch als erster evangelischer Prediger der Münsterkircheim I. 1532 bestallt; die meisten der übrigen Mönche hattennach und nach das Kloster verlassen, und es waren keine neuean ihre Stelle eingetreten, so daß zuletzt nur noch fünf,nämlich der Prior Joh. Gartz, der Prokurat. Joh. Lüb-brachzen und die Conventualeu Heinr. Haltern, Conr.Meyer und Arnd Plenger, vorhanden waren. Nunhatte der Magistrat der Stadt, gleichfalls sich der evangeli-schen Lehre zuwendend, in Folge des Schmalkalder Konventsim I. 1528 ein Kollegium von neun Männern eingesetzt, dieüber zweckmäßigere Verwendung bisheriger Kirchen- und Klo-stcrgüter für Schulen und Kirchen berichten und sogar verfü-gen sollten. Dieses Kollegium hatte schon von den Mitglie-dern des Fraterhauses verlangt, daß sie entweder ihre Güterzu Schulzwecken abtreten oder im Fraterhause eine Schuleeinrichten sollten; es wurde dies aber damals nickt erreicht *),weil die Brüdcr die Fürsprache Luthers für sich gewonnenhatten, vergl. Knefel a. a. O. S. 12 . Francke a. a.
O. S. 28. ff., wo auch die darauf bezüglichen Briefe Lu-thers an die Aebtissin, den Magistrat und das Fraterhauszu Hers., aus den I. 1532 und 1534 abgedruckt stehn. Ingleicher Weise bemühten sich die Neunmänner in Gemeinschaftmit dem Magistrat das Augustinerkloster abgetreten zu erhal- .ten, und hier mit besserem Erfolge: die letzten fünf vorhingenannten Mönche entschlossen sich endlich im I. 1540, dasKloster mit allen Einkünften und allem Zubehör der Aebtissinund dem Magistrat unter der Bedingung zu übergeben, daßin dasselbe „eine christliche Schule gelegt undaufgerichtet" und mit derselben zugleich die la-teinische Schule an der Münsterkirche vereinigtwerde. Sie stellten darüber eine Urkunde auf, in welchersie genau und ausführlich die Einrichtung der künftigen neuenSchule verzeichneten. Diese, batirt vom 30. Juni (alt. St.)oder vom Tage nach Peter und Paul, (postrickie petri etpauli ^postolorui») des I. 1540, und an demselben Tage
*) Die damalige Absicht ist indeß jetzt auf Veranlassung des dies-maligen Jubiläums der Scbule zum Theil noch verwirklicht wor-den, wovon das Nähere unten berührt werden wird.