sieht; alsdann erkennt man erst recht, welchem Strom sie Wi-derstand geleistet haben". Nach der hier angedeuteten trau-rigen Periode trat im 17. Jahrh, ein desto erfreulicheres undvon ungefähr 1728 an fast durchgängiges Bestreben hervor, dieSchule zu heben und zu vervollkommnen (Knefel S. 96. ff.)Aus den Rcctoren dieser Periode sind hervorhebenswerth I. H.
— 38), von dem eine neue Schulordnungausgearbeitet wurde und noch bei den Schularten befindlichist, Chr. Matth. Mölling (1746 —68, starb als Rect.in Minden 1774), Fr. A. Benzler (1771 — 89, starb alsRect. in Bückeburg 1816), der in der gelehrten Welt rühm-lichst bekannte, als Pros. zu Breslau 1838 verstorbene AI.Ludw. Wachter (1790 — 94), und AI. I. Dav. Hart-mann (1794 — 99, starb 1800 als Prior des Klost. Ame-lungsborn und Direct. des Gymn. zu Holzmünden). DieVerdienste des oft erwähnten Conr. Ernst Knefel, der imjetzigen Jahrh, die lange Reihe von Jahren seit 1807 — 1838der Anstalt vorstand, sind Allen, die ihn gekannt haben oderdurch ihn gebildet sind, noch in frischem Angedenken. — Un-ter den übrigen Lehrern erlangte durch seine spätern Stellun-gen die meiste Berühmtheit der bekannte Orientalist Ant.Theod. Hartmann, der von 1799 —1804 am Gymn. zuHerford Prorector (3ter Lehrer) war und bekanntlich als Dr.und Pros. der Thevl. zu Rostock starb.
11) Es ist bekannt, daß diese Anerkennung unseresSchulwesens und das Bestreben mit dem einheimischen Schul-wesen nachzukommen besonders in Frankreich angeregt ist, seit-dem Cousin Deutschland bereist hat, um dessen verschiedeneUnterrichtsanstalten kennen zu lernen. Man vgl. dessen „Be-richt über den Zustand des öffentl. Unterrichts in einigen Län-dern Deutschlands und besonders in Preußen. Als Beytragu. s. w. a. d. Französ. übers. u. m. Anmerkk. begl. von Dr.I. C. Kroger", Altona 1832. Und dazu: C. A. W.Kruse „vergleichende Bemerkk. üb. d. französ. Schulwesen,gesamm. u. s. f. mit Bezieh, auf die vom StR. Cousin er-schien. Berichte üb. d. deutsche Schulwesen", Elberfeld 1832.Ueber Preußens Vorangehen in der geistigen Kultur undim Unterrichtswesen äußert sich noch kürzlich ein Franzose da-hin, daß er sagt: „Die geistige Kultur, die allgemeine Rich-tung des Erziehungswesens liegen vorzüglich in Preußens Hän-den; Kenntniß und Wissenschaft strömen zum größten Theile