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Die polytechnische Schule zu Hannover / von Karl Karmarsch
Entstehung
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215
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Dankgefühl ist zunächst in vollster Wärme den vier erhabenenHerrschern unseres Landes gewidmet, von welchen der Erste nocham Schlüsse seiner Regenten-Laufbahn Sich durch die Begrün-dung unserer Schule ein Denkmal setzte; der Zweite die jungeAnstalt mit einem kostbaren Gebäude ausstattete; der Dritte siedurch ansehnliche Erweiterung des Lehrplanes dem Wesen nach,wie äußerlich durch den Namen, zur polytechnischen Schuleerhob; der Vierte die entsprechende Vergrößerung des Schul-gebäudes gewährte und huldvoll auf das heutige Fest herabblickt.

Unser Dank richtet sich ferner an die Königliche Regie-rung, welche der fortschreitenden Entwickelung der Schule stetsihre unterstützende Hand reichte; und an die AllgemeinenStände des Königreichs, welche mit wohlwollender Bereitwillig-keit die stufenweise gesteigerten Geldmittel haben zufließen lassen.

Aufrichtigen Dank sagen wir endlich für das ehrende Ver-trauen aller der zahlreichen Vater, welche aus fernen Gegendenihre Söhne unserer Schule zur Ausbildung zugesandt haben;denn gerade dieses Vertrauen wiegt nicht gering unter den Auf-munterungen, durch welche wir fort und fort angetrieben wordensind, nach besten Kräften an unserer hohen Berufs-Aufgabe zuarbeiten.

Der heutige Tag ist mit Recht ein Tag des Jubels; denner erhebt das Herz. durch den Rückblick auf ein ehrenvoll durch-messenes, an schönen Erfolgen reiches Vierteljahrhundert. Aberein Ton des Schmerzes, der Betrübniß dringt durch das Rauschenunserer Freude; wir werfen einen trauernden Blick auf dieGräber von tnehr als zweihundert jungen Männern, welcheeinst in unseren Lehrsalen sahen, eifrig den Stoff für rühmlicheThätigkeit zu sammeln, und während der heute vollendeten fünfund zwanzig Jahre in der Blüthe des Alters einem oft kaumbegonnenen Wirkungskreise entrissen worden sind. Wir sehenuns um in diesem weiten Raume nach sieben treuen Mit-arbeitern an dem Werke, das Gott gesegnet; und finden sienicht unter uns, denn sie sind heimgegangen, und kaum sind dieHammerschläge auf dem Sarge des letzten von ihnen ver-hallt!