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Berufung an den kaiserlichen Hos wieder von dort weg sich flüchtete:so haben doch viele seiner Ideen sich dort Bahn zu brechen gewußt 'fl.
Nimmt man auf die beinahe wörtliche Uebereinstimmung Bedacht,welche zwischen der Ausdrucksweise Horneck's und dem Wortlaute offiziellerErklärungen besteht: so erscheint Hermanns oben angeführte Behauptungaußer allem Zweifel und Horueck stellt sich vermöge des Entwicklungsganges
") Ueber vr. Becher's Lebensschicksale im Allgemeinen gibt seine von vr.Urban Gottfried Büchern unter dem Titel: „Das Muster eines nützlichen Gelehrtenin der Person Herrn Dr. Joh. Joach. Becher's" (Nürnberg 1722) herausgegebeneBiographie genügenden Aufschluß. — Was sein Wirken in Bezug auf Oesterreich be-trifft, so ist hierüber aus dem, „Politischer Diskurs" benannten Buche, dessen zweiteAuflage er im Jahre 1672 veranstaltete, folgendes zu ersehen: Nachdem er kraft eineskaiserlichen Vokationsbriefes vom 20. Februar 1666 „zu einem wirklichen Rath" insCommerz-Kollegium, dessen Zusammentritt er selbst urgirt hatte, war aufgenommenworden, begann er die Errichtung und Privilegirung einer „Seyden-Compagnie" zubetreiben, welche sich zunächst über Oesterreich ob und unter der Enns, Böhmen,Schlesien und Mähren, späterhin aber auch über Steiermark, Kärnthen, Krain undTirol erstrecken sollte.
Das Ergebniß dieser Betreibung war das von uns bereits im Texte aufge-führte Patent vom 1. Mai 1669. Schon vor dem Erscheinen dieser kaiserlichen Ver-ordnung hatte er zu Walpersdorf in Niedern st erreich auf Kosten des Hoskammerpräsi-denten Grafen Sinzendorf, der lange Zeit hindurch sein Könner und der Protektorseiner Pläne war, eine „Seiden-Manufaktur" in Gang gebracht, die jedoch bald insStocken gerieth, worüber er viele Vorwürfe zu hören bekam. Er aber meinte: „Wasdie Direktion der Fabrik anbelange, so sei er ein Doktor und kein Seidenzwirner,Färber oder Weber, er habe sich auch nicht biefür ausgegeben; leid aber thäte es ihm,wenn das „Doktorat" bewirkte, daß ein Doktor kein so „gute Gesicht oder Verstand"haben sollte als ein Kaufmann. Er habe „Mathesin und proprie NoalmnieLm" stu-dieret, habe auch auf seinen Reisen viel gesehen, während mancher Kaufmann hinterdem Ofen gesessen und Pfeffer-Säcke zugebunden babe. Es könne ein Doktor leichtein Kaufmann; ein Kaufmann aber schwerlich ein Doktor werden." Nach verschiedenenKontroversen söhnte er sich iin August 1670 mit seinem Chef und Gönner wieder aus,und ging mit frischem Muthe aus Projektiren neuer Unternehmungen. Dahingehören:Die Einleitung des Verschleißes österreichischer Weins nach Holland undan den Rhein, die Herabsetzung der Donau- und Elbezölle, die Er-bauung eines Zuchthauses, die Leitung des Waarenzuges aus Indiennach den Niederlanden durch Tirol mittelst Benützung des Po und desGotthart- und Brenner-Passes, die Verbindung der Weichsel mit der Oder, der Odermit der Elbe, der Elbe mit der Donau und der Donau mit dem Rhein.
Es ist bekannt, daß viele dieser Projekte seither zur Ausführung gekommen sindund manche derselben eben jetzt die Aufmerksamkeit der österreichischen Regierung so-wohl, wie des Publikums beschäftigen. Auch mit dem Anbau der Kartoffel inOesterreich sollen — wie sein Biograph erzählt — zuerst von 1)r. Becher Versucheangestellt worden sein. Er erntete übrigens für alle diese Projekte und Bemühungen