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Eilhardt Mitscherlich : Gedächtnissrede gehalten in der deutschen geologischen Gesellschaft / von Gustav Rose
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Stadt, weniger um diese Mineralien zu sammeln, als um denKupferprocess kennen zu lernen. Er besuchte die Hütten, dieRoststätten und die Halden der Schlacken und sah, das letztereoft ganz krystalliniscli, zum Theil auch krystallisirt waren unddann Formen zeigten, die mit denen der Mineralien des Urgebir-ges übereinstimmten. Die Wichtigkeit dieser Beobachtung fürdie Bildung der Mineralien und die Erdbildung im Allgemeineneinsehend, studirte er mit Eifer den Hüttenprocess von Fahlun.Er beobachtete die Manipulationen der Schmelzer, und sah, wieman immer nur darauf bedacht war, durch geschicktes Gattirender verschiedenen Erze und zweckmässigen Zuschlag eine leicht-flüssige Schlacke und dadurch einen guten Gang des Ofens her-vorzubringen, wde aber in diesem Falle auch die Schlacken amdeutlichsten krystalliniscli waren. Er sammelte Proben von denErzen und Schmelzprodukten in allen Stadien des Processes, ana-lysirte sie theils schon in Stockholm, theils in Berlin zusammenmit andern später am Harz und in Schlesien gesammelten Pro-ben , und gelangte so zu einer vollkommen wissenschaftlichenErklärung des Kupferprocesses von Fahlun, die er nun in derSitzung der Akademie vom 20. Februar 1823 zusammen mit derUntersuchung der künstlich dargestellten Mineralien, die er unterden Hüttenprodukten gefunden, vorlegte.

Die in Fahlun verschmolzenen Kupfererze, vorzugsweiseaus einem Gemenge von Kupferkies mit Eisenkies und Quarzbestehend, werden durch 2 Schmelzungen, denen jedesmal starkeRöstungen vorhergehen, zu Gute gemacht. Die erste derselbendient dazu, das in den Erzen enthaltene Kupfer zu concentriren,indem man den grössten Theil des Eisens und alle Bergart fort-schaflft, die zweite das Kupfer rein abzuscheiden. Bei der erstenSchmelzung erhält man Schlacke und Kupferstein. Die Schlackeist bei einem guten Gange des Ofens vollkommen blättrig, siehat 2 Spaltungsflächen parallel den Flächen eines rhombischenPrismas von 88 0 und den Abslumpfungsflächen der scharfen undstumpfen Seitenkanten, kurz alle Eigenschaften des Augits. Beider zweiten Schmelzung, bei welcher man Schlacke und Schwarz-kupfer erhält, besteht die erstere aus einem Silikat von Eisen-oxydul, ist oft deutlich krystallisirt in rhombischen Prismen von130° 28' in Combination mit der Längsfläche und einem Längs-prisma von 81 0 24', also vollkommen isomorph mit dem Olivin,der ein Silikat von Magnesia ist.