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2 (1833) Geschichte der schweizerischen Centralität oder die helvetische Revolution : mit einer chronologischen Übersicht der Hauptereignisse im Laufe dieses Zeitraumes / von Joseph Andres
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als -ic GründungSepochc des Staates, gewaltige Kräfte 8«hr

und Leidenschaften, mächtige Talente und Tugenden, aus- brinc

gezeichnete und erschütternde Handlungen und Begeben- nichtHeiken erzeugen mußten. Der innere wie der äußere Kampf Gest

ist hier gleich merkwürdig. Wie aus einem kleinen ver- ben,

borgenen Orte, aus einem Tropfen gleichsam der einen kostei

ganzen Welttheil durchrauschende Rhein entstund, so aus ^ffe

dem kleinen Toggenburger-Erbe, aus dem daraus entstan- ten >

denen bürgerlichen Krieg, die erste europäische Monar- so

chie; Burgund fällt, stürzt zusammen und Frankreich er- Endi

hebt sich auf seinen Trümmern, Aber von diesen ersten Stol

Zeiten der Schweizergeschichte an, mattet sich mehr und ""

mehr alles ab, die Begebenheiten im Guten wie im Bösen die >

verlieren an innerer Kraft und äußerm Umfange; allein nicht denn

weil man friedlich geworden, weil volle Eintracht durch- 8st >

gängig herrscht, sondern im Gegentheil die Mißverhält- ""d

Nisse wachsen und verwirren sich von Tag zu Tag mehr. sch"

ES ist oft zum Theil der Mangel an Bedeutung, welche §

die Zerwürfnisse erregenden Gegenstände an sich haben, und

theils Mangel an diplomatischer Kunst, an Phantasie, nen

Scharfsinn, Schlauheit und List sie zu behandeln, zu siih- noickren und sich ihrer zu bemächtigen, was sie gehakt- undgeistlos macht. Gewiß bedarf es gerade nicht immer des licgi

KriegeS und Kampfes, um die politische Geschichte merk- und

würdig und interessant zu machen. Die Geschichte der di- s^dplomatischen Unterhandlungen, besonders wenn sie nicht Zurr

blos einzelne Staaten, sondern das europäische System nrest

überhaupt betreffen, der Kampf der intelligibeln Kräfte, Pri

der Widerstand und die Hindernisse, die eingetretenen lich

Glücks- oder Unglücksfälle, das rege Spiel aller niedern uiei

Seelenkräfte, welche für materielle Interessen in Bewe-gung kommen, alles dieses ist der größten Aufmerksam- den

keit würdig, nicht weniger wichtig und bedeutsam. Alleindas mußte man bei den schweizerischen Souveränen nicht <dn

suchen. Die Aktenstöße werden zwar im siebenzehnten dev