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2 (1833) Geschichte der schweizerischen Centralität oder die helvetische Revolution : mit einer chronologischen Übersicht der Hauptereignisse im Laufe dieses Zeitraumes / von Joseph Andres
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Flamme losgebrochen, Zürich und Bern seyen hineinge- nichtflochten worden, die guten Katholischen hätten da wie- sich d

der geglaubt, es sey um die Religion zu thun. Sie hin- rich i

gegen, die beiden Städte, hätten dabei nichts gesucht als Bisch,

den Toggenburgern ihre Freiheiten zu schützen. Die Kriegs- bchau

koflen seyen erlassen worden, obschon Bern allein gegen Zürich

vierzigtausend Mann auf den Beinen gehabt. Ob man Da h

sie lieber bezahlt hätte, als die Landvogteien dafür gege- das ei

ben? Glauben müsse man doch auch nicht, daß man ohne es die

Koflen und Schaden zu befürchten, jedesmal nach Belie- was dc

ben Krieg anfangen könne. Von wem, wie und wodurch erhalt

man denn wohl von den Katholischen eine Garantie heit,

erhalten könnne? Was ihre künftige Friedlichkeit verbür- selbfl

ge? Wörtliche Versprechungen, sage man. Man habe der KriegWorte in den Bünden genug. Die dankbare Empfindung. eingenEs sey diese ein gar seltenes Wildpret, vorzüglich gegen ßere <

Solche, die man nicht liebe. Man spreche von einer Ge- Nein,

währleistung; aber von wem? Von einer fremden Macht? ausgai

DaS sey ihrer Unabhängigkeit zuwider. Von den unpar- gegen»

theiischen Orten? aber die hätten ja den Aarauer-Frieden bind»,

unterzeichnet." Doch nicht alle Berner hatten diese ein- kleine,

seitigen und winkclzügigen Gesichtspunkte, cS gab noch welche

größere und vielseitigere Ansichten unter ihnen; sie betrach- suche,

teten nicht nur eine Parthei, nicht nur sich, sondern beide Druck

Partheien und das Schicksal Aller, des Ganzen, wenn sich ke

diese schroffen Gegensätze sollten Wurzel schlagen und gel- mehr

tend werden. Diese sagten:mit Recht behaupte Mon- werde

teSquicu, daß es wider die Natur eines Föderativfiaates fettige

sey, wenn ein Theil auf Kosten des andern zu gewinnen wägt,

suche." Der Grund davon müsse jedem in die Augen fal- lischer

len, wenn er bedenke, was eine Föderation sey, denn der mehr

Schwächere verbinde sich mit dem Stärker» nur darum, denen

um von ihm seine Hülfe zu erhalten. Habe er hingegen sie dej

das Gegentheil zu fürchten, werde dieser den andern stets That

hassen, seine Abschwächung wünschen, und wenn er es ren fr