Forstliche Statistik.
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Dieß ist vorzüglich der Fall in Ansehung der Proccnte, welche die Ausgabevon der Einnahme beträgt; diese Procente wären z. B. bei einem nurhalb so hohen Preise der Walderzeugnisse noch einmal so groß, also statt17'/a nun 34-/z Procent der Bruttoeinnahme. Die Erndtekosten werden beiVergleichung der Ausgabe mit der Einnahme als durchlaufender Posten be-handelt, daher von Einnahme und Ausgabe abgezogen; im vorliegenden Fallebleiben dann 67997 fl. 6 kr. Einnahme, nur 6078 fl. 45 kr. Ausgabe undnur 8.9 Procente Ausgabesumme. — Die Vergleichung der Ausgabe-Procenteder Einnahme der einen Waldverwaltung mit der andern führt nur bei ziemlichgleichem Preise oder Erlöse der Erzeugnisse zu einem beiläufig richtigen Schlüsseüber deren Kostbarkeit und Verdienst. Bestimmter sind schon die Verhältnisseder Ausgabe-Rubriken zur Ausgabesumme und die Quotienten der Ausgabeauf den Morgen, wiewohl auch sie ohne Kenntniß der Elemente oder Faktorenkeinen Schluß ziehen lassen. Wir empfehlen übrigens dem Leser, nach An-leitung der vorhergegangenen §§. und der beiden ersten Haupttheile dieserEncyklopädie die Ansätze spezieller zu erörtern, da ihn dieß zur Einsicht man-nigfacher, den forstlichen Haushalt charakterisirender Verhältnisse führen wird.
Es dringt sich die Frage auf, wie sich die Einnahme stellen würde, wenn der Waldeigcn-thümer die vorerwähnten 6000 Mg. zur alsbaldigen Verwerthung abholzte nnd wie hoch sichder Boden dann rentiren müßte, nm mit den Zinsen des versilberten Holzkapitals denselbenErtrag, wie die bisherige nachhaltige Forstwirthschaft zn gewähren. Der Fällungsetat beträgteinschließlich Bau-, Werk- und Nutzholz in den 3000 Mg. Buchenhochwald 7400, in den 2000Morgen Kiefernwald eben so viel, in den 1000 Mg. Niederwald 467 summarische Klafter;nach Abzug der Dnrchforstnngen betragen hiervon die Hanbarkeitserträge 1600 im Buch.,1557.6 im Kies., 394.8 s„m Klafter im Niederwald und das Materialkapital (der gegenwär-tige Holzvorrath) im ersten das 4e.8fache, im zweiten das 38.6fachc nnd im dritten das Zehn-fache jener Hanbarkeitserträge, folglich kommen alsbald zur Versilberung im Buchenhochwald —K8480, im Kiefernwald 5813 und im Niederwald 3846 sum. Klafter. Nach Abzug der Erndte-kosten kann mit Rücksicht auf die größere Betheiligung geringerer Sortimente und das Sinkender Preise bei so beträchtlichem Angebot nur angenommen werden, 9 fl. für die sum. KlafterBuchen-, 6 fl. für Kiefern- und 7 fl. 42 kr. für das Nicdcrwaldholz. Hieraus und aus 7000Ctr. Rinde (zu 1 fl. 54 kr. ,,er Ctr. nach Abzug der Erndtekosten) ergäbe sich ein alsbaldigerErlös von 1014742 fl.; nach Abzug von 2 «/§ Gebühren für Verwerthung des Holzes undGcldcrhebung bleiben noch 994417 fl., welche zu 4 °/„ Zinsen 39778 fl. rentiren würden.Unser Wald rentirt aber bei forstmäßigcr Benutzung 61918 fl., folglich müßten die 6000 Mg.nach ihrer Abholznng noch 27140 fl. rentiren, oder für den Morgen noch 3 fl. 4l kr. Pacht-ertrag abwerfen. Hiermit ist zugleich für Diejenigen die Rechnung geführt, welche bei Berechnungder Reinerträge der Waldwirthschaft dieser die Zinsen des Bodenkapitals und des auf demBoden stockenden Holzkapitals als Ausgabe zur Last setzen.
Zweites Hauptjiück.
Berhältnißkunde des Forstwesens in seinen Beziehungen zurNation und zum Staate oder Ergebnisse der forstlichen
Statistik.
Man sehe die Bemerkung unter Nr. 3. des 8- 98. Die Literatur ist übrigens sehr man-nigfaltig und ungenügend. Vieles ist gesammelt in: „B a u r 's Forststatistik der deutschenBundesstaaten. 2 Theile. Leipzig 1842."
§. 119. Verhältnisse der Waldflächen zum Areal des Landes, sowie derErzeugung zum Verbrauche.
Die große Verschiedenheit in diesen Verhältnissen läßt sich schon aus