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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Unruhen im Misoxerthale.

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Im Jahre 1608 und den beiden folgenden fanden indem, Italien 1608.zunächst gelegenen, Grenzthale Misox einige unruhige Bewegungenstatt. Mit Bewilligung der Mehrheit des Bundestags, welcher gesez-lich die freie Religionsübung beider Konfessionen im Gebiete aller dreiBünde ausgesprochen, hatten die Anhänger der neuen Lehre in Misoxeinen Prediger dahin berufen. Junge gewaltthätige Leute aber, ohneZweifel auf Anstiften Anderer, entfernten Nachts die Glocke aus demThurme, vergruben sie in die Erde und hingen an ihre Stelle einenBesen auf, sie verunreinigten ferner die Kirche und verbrannten dieStühle. Erst nach langer Zeit gelang es dem französischen Gesandtenund einigen angeseheneren Bundsmänncrn die aufgeregten Gemütherwieder zu versöhnen.

Mitten in der Nacht des 4. October 1609 kamen Misses Paravi-eino Capello, und zwanzig Meuchelmörder aus dem Bergamaskischenüber den Comersee nach Trahona im Veltlin, wo sie nach vorgenom-mener Plünderung des Hauses, den früheren Podestr, von Trahonaund "nunmehrigen Kriegskommissarius ^ im Veltlin, Peter Planta,ferner den Francesco Paravicino, einst Schreiber des Podestü und jcztHauptmann sowie des Erstgenannten Diener Georg Schier ermordeten.

Dieser nämliche Ulysses hatte einige Jahre vorher seinen eigenenSchwiegervater, Frilio Paravicini und dessen Bruder Francesco Para-vicini, welcher der obgenannten Peter Plant«' und Hauptmann Fran-cesco's Paravicini Schwiegervater war, so wie den Jvh. Pet. Mala-crida auf ähnliche Weise umgebracht. Ueber die Schändlichkeit diesesVerbrechens empört, beschlossen die Bünde ein Exemplar zu statuiren

Recht wird gesprochen: es kebren zurück so Schlimme wie Gute.

Alle werden zugleich und rücksichtslos nun verurtheilt.

Tragen muß der Pöbel die Kosten; so wird ibm der SiegspreisSeiner Thaten. Gesteh daß das Unheil Keinen verschont hat!

A. v. F.

87 Auf sind die Fahnen, es fällt durchs Nichtschwert Beli, die GroßenFliehen auseinander; in Wuth ganz ist das rälische Land.

A. v. F.

88 Wuthvoll tobt die bäurische Schaar, man verbannt die MagnatenUnd vor dem gierigen Schwert entblößt nun Beli den Nacken.

Im Jahre

des bäurischen WahnwizeS.

R Uerum bellicsrum prsekectum im Original.

A. v. F.