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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Prätensionen des Bisthums Como.

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und ;n Hauptleuten wurden ernannt, Jot,, v. Schorsch (als dieser >614.starb, trat Ioh. v. Mont an seine Stelle) Rudolf Planta, Ritter undJob. Luzi Gngclberg v. Moos, auf dessen Tod Andr. Brügger folgte.

Im nämlichen Jahre 1014, im Monat September sezten es dieAgenten Philipps Archinto, Bischofs von Como, auf dem Bnndstagzu Davos, mittelst Stimmenmehrheit^ durch, daß es ihrem Herrngestattet sein sollte, seine Diöcese im Veltlin, der Grafschaft Clärenund Worms, immerhin jedoch nur innerhalb den Grenzen seiner Bot-mäßigkeit, zu visitiren. Als es nch dann später herausstellte, daß die-selben überschritten worden waren, entstand bei den meisten Räthen undGemeinden, dem eigentlichen Herrn des Landes, ein Murmeln desUnwillens, daß, ohne sie darum zu begrüßen, durch Ertheilnng dieserBewilligung das Dekret vom Jahre 1590 verlegt worden sei und die-jenige» GliederdesBundestages, welche hiefür gestimmt hatten, wurden1618 vom Strafgericht zu Tusis mit einer Geldbuße belegt.

Das Meiste des bisher Gesagten habe ich znr klareren Uebersicht derGeschichte dieser vierzehn Jahre gedrängt und kurz aus meiner rätischcnChronik hier wiederholt. Du aber, geneigter Leser, wirst es entschul-digen, wenn der Stil dich weniger fein und die von der Hand einesalten Soldaten verfaßte Geschichtschreibung weniger gefeilt dünkt, alswünschbar wäre. Laß dich auch durch Fehler der Sprachweise, wennsie hie und da vorkommen sollten, nicht anfechten. Mitten im Waffen-geklirr hat der Soldat nicht Zeit nach zierlichen Worten zu suchen.

Seine Sprache würd hart und rauh bleiben, wie seine Beschäftigung;ebenso sucht er beim Lesen der Geistescrzengnisse Anderer, auch seiner-seits nur Kürze und Klarheit. Leztere» Beiden nun glaube ich, michebenfalls möglichst beflissen zu haben., ohne Rücksicht auf Gunst oderHaß. Mit Seneca, will ich lieber durch Wahrheit mir Feinde machen,als durch Schmeicheln gefallen. Ueberhaupt halte ich mich betreffsder Mangel meiner Arbeit an das Ciceronische: satis sst Historie»,

»on esse menclaeem. ^

Leztlich noch die Bemerkung, daß meine Daten nach dem neuenGregorianischen Stile angegeben sind.

Andere Errichte stimmten dagegen, da vor fünfundzwanzig Jahren»ach einer Visitation Felicians Ninguarda von Morbegno, Bischofs zuConio, das Gcgcntbcil beschlossen worden war.

^ Ei» Geschichtschreiber hat genug gethan, wenn er wahrhaft ist.