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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Unruhige Austritte zu Cur.

16lS. ihre Anstaube ohne Waffengeräusch beizulegen, die Bünde verlassen)sahen von der Chorherren Trinkstube^, auf dem bischöflichen Hoferuhig von ihrer Höhe aus auf dieses Treibe» herab.

Am folgenden Tage traten Abgeordnete der verschiedenen Fähn-lein zusammen und suchten die Sache beizulegen. Die gefangenenEngadiner wurden bis auf vierzehn ^ entlassen und man beschloß denBundsbrief zu beschwören, was dann auch am 20. Juli geschah. Tagsdarauf wurden nach der Sitte einige Artikel aufgesezt, von welchen dievorzüglichsten folgende waren: Freiheit beider Konfessionen, Auf-hebung der Schule zu Sondrio; Festhaltung an den Bundsbriefenund abgeschlossenen Bündnissen; einweiliges Einhalten im Abschlußneuer; ein unpartheiisches Gericht für alle Bandirten mit freiemGeleite für dieselben zur Herkunft und Heimzug. Aber der Beitagbeschloß, nach Cautionslcistung alle Gefangenen auf freien Fußzu stellen. Auf dies hin wurde Jacob Joder ebenfalls entlassen.Auch Jacob Anton Vulpius, der bereits auf freiem Fuße, mit denDavosern in die Herberge zum wilden Mann getreten war, hätte,wenn er zu frühstücken unterlassen, leichtlich mit Marcus AntoniusAlba, einem andern Prediger, sich entfernen können. Aber währender bei Tische saß, wurde mit der Sturmglocke das Zeichen zum Auf-lauf gegeben und schnell waren die Misorer und Andere da, welche dieAuslieferung der Prädicanten verlangten. Die Davoser, welche ihreWachen an der Hausthüre hatten, rüsteten sich Gewalt mit Gewaltabzutreiben, und erboten sich inzwischen bei der Erkanntniß gemeinerdrei Bünde zu verbleiben. ^ Von den Prättigäuern regten sich Wenige.Endlich wurde auf Zwischenkunft Einiger, welche sowohl in der Reiheder Davoser als der Angreifer Verwandte hatten, die Sache dahinerledigt, daß Vulpius unter Mißhandlungen ins Gefängniß gcseztwurde. Er trug es geduldig und unerschrocken. Den HauptmannVioland hatte man schon früher in den Schelmenthurm abgeführt. ^

n Dieselbe befand sich in dem dermalen noch siebenden Thorthurme,durch welchen man auf den bischöflichen Hof gelangt.

ir Welche sechszehn Wochen gefangen blieben. Anhörn I. 12.

25 Obiger Beschluß der Freilassung auf Kaution. Für Vulpius botLand. Hs. Sprecher von Davos Sicherbeil an.

22 „Als die Davoser den Widerstand gesächen, haben sie ibn hinabauff die gaffen gesürt, die so voller Musketiere» war, das ein häle gehenmügen auff ihren köpfen. Da hat ein jämmerlich Lragödi gesächen. Daerhub sich ein Geschrei: dem Thurn zu, dem Thurn zu!"