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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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109
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Strafgericht zu Cur. 109

nezer, Lacser und Misoxer hatten bereits von früher her noch, ihreFähnlein daselbst.

Hauptmann Violand war gleich Anfangs nach Planta's^ An-kunft vor Gericht gestellt und ihm bedeutet worden, die Anstifter desAufruhrs im lezten Jahre zu nennen. Er wußte mit großer Beredsam-keit sich zu entschuldigen. Zur Tortur gebracht, vermochte er auch selbezu überstehen, ohne den Mund zu öffnen.

Auch gegen Vnlpius wurde die Klage vor Strafgericht angebracht,^doch wurde er nicht gefoltert. Unter Andern, soll Planta auch Briefevorgewiesen haben, in welchen der genannte Vulpius Planta's Hand-lungsweise und daß er sich dem venetianischen Bündnisse widersezte,ohne Rückhalt lobte." Ein Endnrtheil wurde, troz öfteren Drängensvon Seite Violands und Vnlpius, gegen Keine» von Leiden erlassen.

Zu Jlanz fand inzwischen der ordentliche Bundstag statt, ^ aufwelchem die Amtsleute im Veltlin Rechenschaft über ihre Verwaltungablegten und die Klagen der Unterthanen angehört wurden. DasEurer Strafgericht bestand von Neuem auf die Auslieferung der Tus-ner Proceßacten, auch wurde das Nämliche vom Bundstage erkannt.Doch fand die Herausgabe dennoch nicht statt, da einige Rechts-sprecher von Tusis dem Gerüchte nach die Acten auf die Seite gebrachthatten. Daniel Planta und viele Andere wurden vom Eurer Straf-gericht, ohne irgend welche Strafe entlassen, doch mußten sie einigeGolldgulden Audieuzgeld entrichten. Unter Andern wurde auchFabüus v. Prevost, Zambras Sohn, freigesprochen und von seinemGerücht als Bote zum Bundstage nach Jlanz geschickt. Die Bandirtenprolduzirten viele Zeugen, welche zu Tusis examinirt worden warenund welche nun zu Cur erklärten, sie hätten damals in einem ganz

Am 28. und 29. Jniii. Anhörn.

'br Rudolf Plaina.

'6Z Am 15. Juli. Anhörn.

'«4 Doch behauptete Vnlpius. anderseits, jene Briefe seien weder vonseiiner Hand, noch gewissenhaft nach dem Original copirt.

Zusaz des Vers.

>63 Im Monat August. Ein für allemal die Bemerkung, daß nur dieim Almgust stattfindende Versammlung der Nalhsboten offiziell den NamenBumtnstag führte. Die übrigen waren sog. Beilage oder außerordentlicheVcrjsamimlungen. S. Nud. v. Salis. die drei Bünde in Hohenrätien.

ws Die damals und später übliche Bezeichnung eines Beitrags an dieIlnkioslte».

1619