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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Vorstellungen des Gesandten Gnefsier.

1619. nicht leicht abgehen könnten. Die vom obern Mijox indessen ver-einigten sich durch ihre Deputirten mit denen von Zizcrs.

Das an diesem Orte versammelte Gericht sandte nun einige Botenzu dem Gesandten Guefsier in Maienfelb und ließ ihm unter Andermsagen, es sei beschlossen worden, daß eich die Gemeinden genau an alleBestimmungen des französischen Bündnisses zu halten hatten, wennsolches nur auch von seiner Leite geschehe. Uebrigens sei der Aufent-halt sämmtlicher Gesandten in den Bünden fürdcr sistirt. Er selbstbeklagte sich in seiner Antwort über die Unbill, welche im vorigenJahre ihm und dem Gesandte» Pascha!, und somit dem Könige selbst,dessen Aufträge sie ausführten, durch Veröffentlichung von Schmäh-schriften widerfahren sei. Dennoch wäre er, aus Liebe zu den Bünden,bereit alles Vergangene zu verzeihen und zu vergessen, in der Hoff-nung, daß man es ernstlich bereue und zur Vernunft zurückkehre.Denn dermalen noch wütheten sie immer mehr und handelten schnur-straks gegen den Wortlaut der Büudnißurknnde und der Reversbriefe,welche es ausdrücklich vorschriebe», daß ein französischer Gesandterstets in den Bünden sich aufzuhalten hätte. (Auf dieses wendetenübrigens Viele ei», es sei dies lediglich als eine Gunst für die Bündezu betrachte», aus welche sie bei vorkommendem Mißbrauche stets ver-zichten könnten, keineswegs aber als eine Vorschrift, zu deren Einhal-tung man verpflichtet sei). Dadurch verstießen sie sich nicht blos gegenihn, Gnefsier, allein, sonder» es geschehe dadurch auch der königlichenWürde und Proteetion Eintrag. Das sei eben der einzige Wunschder Spanier, des Königs von Frankreich und seiner Diener Einflußaus den Bünden zu verdrängen, um leztere dann nach Belieben ver-schlingen zu können. Da aber die zu ihm gesandten Boten der fran-zösischen und italienische» Sprache meist unkundig wären, bitte er,man möchte Einige, wenn auch ihm ungünstig gesinnte, angeseheneMänner, die er bei Namen nannte, zu ihm schicken, damit er sie überAlles genauer aufklären könne.

In diesen nämliche» Tagen gaben die Spanier ihrem Commissariusin den drei Pleven den Befehl, am 4. October mit drei bewaff-neten Schiffen und sechzig Mann aus dem Comersee in denjenigenvon Cläven oder Mezzola einzulaufen. Der Commissarius that esund führte den Gusmerio del Giro della Casaccia und Andr. Pam-pato, beides bündncrische Schildwachen, welche er in einem Nachenfand, gefangen fort. Als damaliger Commissarius zu Cläven säumte