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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Urtheile des Diverser Strafgericht-.

1619. immer möglich irgend einen von den acht Bandicten zu faden. Nuntraf es sich, daß im Monat November, Johannes Eorai von LacsNachts Maienfeld verließ. Derselbe war angeklagt, während desEurer Strafgerichts einiges Geld von Planta empfangen zu haben.Zwei Prättiganec, Ambrosius Morizi und Jacob Obersarer, in derenGesellschaft auch Stephan Gasner von Icnins fich befand, ergriffenihn unweit des Dorfes Pfäners/' Als sie ibn aber auf'S Pferd sezten,erschoß er den Jacob Obersarer mit einer Pistole, welche er bei sichverborgen hielt. Noch enger gefesselt, gab er sich den Anschein alswollten ihm die Schuhe entfallen und ersah die Gelegenheit auch denMorizi mittelst eines Dolches umzubringen. So entkam er.

Inzwischen wurde Barthol. Urschletta zu Davos gefoltert. BeiGelegenheit, wo er über die Machinationen der Bruder Planta spraeb,gab er auch an, daß an denselben Jacob Robustell und seine Geselle»sich ebenfalls betheiligt hätten. Näheres wußte er übrigens nichtsanzuführen. Da gegen ihn selbst zwei Morde vorlagen, der eine voreinigen Jahren zu Mals, der andere lezten Sommer zu Galthür ver-übt, so wurde er am 25. Dec. zu Davos enthauptet. Die gleicheStrafe erlitt ebenfalls zu Davos Joseph Hugo, genannt Lüzi ausdem Engadin, welchen man zu Tirano aufgefangen hatte. Er warlange im Dienste bei Hauptmann Johann Planta gewesen und manglaubte, er müsse etwas über dessen verborgene Handlungen wissen.Allgemein bieß es, Rudolf Planta hätte Viele von denjenigen, welcheer einst gefoltert/' durch unsägliche Martern zu Geständnissen vonVerbrechen gezwungen; Andere wieder hätte» sich durch leere Einbil-dungen und Aberglauben, wie Derartiges bei den Verzichten derHexen vorzukommen pflege, selbst getäuscht, indem wie die Rechts-gelchrten sage», gar nichts Thatsächliches vorlag. Abgedachter JosephHugo betheuerte stets seine Unschuld, hatte lange die schwerste Martererduldet und sollte eben freigegeben werden, als Joh. Täiuli, Säumervon Davos, mit dem Zeugniß auftrat, er hätte vor einigen Jahrenim Hause dieses Joseph Hugo mit einem aus fernen Lande» heim-kehrenden Bregeller zu Nackt gegessen, am folgenden Tage aber denHut des Leztern in der Stube aufgehängt gesehen, wobei sowohl dasZimmer selbst als ein in eine Ecke geworfenes Kissen mit Blut be-fleckt waren. Auf dieses hin abermals gefoltert, gestand Joseph Hugo

"" Lüme Zweifel aus dem Wege über den Kimkelser Paß begriffen,d' Als Vlutrichtee von Obvaltaena