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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Bündner geben auch Riva preis,

162« Doch ich kehre zum Verlauf der Begebenheiten zurück. DieBündner hielten eine Weile die Schiffe Pimentelli's im See zurück,doch waren diese durch doppelte Bretterverkleidung gegen Flinten-schüsse geschnzt. Als dieselben aber zu Normte, wo eine geringe AnzahlTruppen lag, landeten, verließe» die Bündner auch Riva, das sie zubefestigen angefangen hatten und das sie, weil ihre Zahl durch häufi-ges Entweichen Einzelner sehr zusammengeschmolzen war, nicht haltenzu können voraussahen. Das noch vorräthige Schießpulver warfensie beim Abzug in den See.

Am nämlichen Tage wurde Alexander, Diener des Kommissärs zuCläven, zu Sammolico von Bewohnern von Sorico ermordet.

Jn's Jacobsthal kamen Johann Oliva von Disentis, Rudolf vonMarmels aus dem Luguez und Joh. Bruuold von Obersaren als Ab-gesandte a»; sie theilten den Brief Giöris und Anderes mit und fügtenhinzu, die Ihrigen seien zu kommen längst willens gewesen und nnrdurch diese Kniffe zurückgehalten worden. Die bündnerischcn Truppenbegannen auch zu Eläven sich heimlich davon zu machen, so daß wir16. Ag. am 16. August, Sonntags, kaum 100 Mann mehr zählten. Vondiesen waren fünfzig aus dem Schaufigg, welche dann sofort nachdem Bregell aufbrachen. Die Hut der Stadt übergab ich LudwigPestalozzi, Lieutenant der Clävner Miliz (der Hauptman» derselben,Joh. Anton Piperelli lag an einem Beinbruch darnieder), bis ichHülfsvolk herbeizuziehen im Stande wäre, — Jener zeigre sich dazubereit. Als ich das Bregell hinaufzog, begegnete mir zu Castaiegnaeiner der Bewohner des Thales und meldete mir die bevorstehendeAnkunft der Seinigen, was ich ohne Zögern dem Hauptmann undLieutenant der Clävner Miliz melden ließ, sie gleichzeitig beschwerend,inzwischen in der Treue und Standhaftigkeit auszuharren. Mittlerweilebegab sich Joh Anton Bottintrochi, Hauptmann der Plurscr Milizmit seinem Bruder Joh. Baptista und vierzig Andern mit wehendemBanner nach Riva di Mezzola, — betheurend, sie wollten zum Feinde

als er in Spanien war (wie er es auf der Heimreise einigen Fremdenvertraute) zu Doctor Joh. Jac. Paribclli: „Wenn wir diesen Paß ohneKrieg erhalten können, ist es gut, sonst aber wollen wir lieber daraufverzichten, als einen Krieg (den er vorhersah) uacb Italien zichen."Als Alfons Casati, der Gesandte bei den Eidgenossen, von dem Kriegeborte, verfiel er in lodtliche Schwcrmuth und Krankheit.

Zusaz des Vrf.