220 Bemühungen verschied. Höfe Wege» Rückgabe des Veltlins.
1620 vor Weihnachten ab, — Alle aber ließe» die Hoffnung baldigerWiederkehr zurück.
Inzwischen sandte Gueffier den Joh. Paul, königlichen Doltmetsch,auf unterlegten Pferden nach Frankreich. Er war kaum einen Monatlang abwesend und brachte die Nachricht zurück, er hätte den König zuAmiens getroffen, und es hätte sich derselbe mit Güte dahin ausge-sprochen, er wolle die Bündner, seine Bundsgenvffen, nicht im Stichelassen. Bereits damals war davon die Rede, den Franpois Bassom-pierre, der als ihr einstiger Befehlshaber in Frankreich bei Eidgenossenund Bündnern in freundlichem Andenken stand, als außerordentlichenGesandten in die Bünde zu senden. Doch besann man sich anders undordnete ihn nach Spanien ab, um dort über die Rückgabe des Belt-lius zu unterhandeln. Auch die durchlauchtigste Republik Venedig be-mühte sich in Frankreich theils durch ihren ordentlichen GesandtenAngelo Contareno, theils durch einen außerordentlichen Botschafter,Priolo, genannt der Philosoph, um Herstellung der frühern Verhält-nisse, unter Anführung der gewichtigsten und dringendsten GründeDer durchlauchtige Herzog von Savoyen, welcher aus alter Erfahrungdie Absichten und Pläne der Spanier besser als jeder Andere kannte,verfocht ebenfalls nnd zwar hauptsächlich aus Eifer für die FreibeitItaliens, die nämliche Sache zu Gunsten der Bündner, an, franzö-sischen und römische» Hofe.