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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Der Madrider Traciai.

1821, lezten Unruhen dort lag. Das Nämliche seien die Bündner im Veltlinund in den Grafschaften Cläven und Worms zu leisten verpflichtet.

Zweitens hätten die Bündner eine Generalamnestie für alle Vor-fälle der lezten Zeit auszusprechen und auch in der Art zu beobachten,daß die Unterthanen im Veltlin, zu Cläven und Worms niemals,weder in Bezug auf ihre Personen noch ihr Eigenthum wegen desGeschehenen zur Verantwortung gezogen werden können.

Drittens wird bezüglich der Religion im Veltlin und den Graf-schaften Cläven und Worms sestgesezt, daß alle Neuerungen, welcheseit Anfang des Jahres 1617 bis zum gegenwärtigen Tage zumSchaden der katholischen Religion eingeführt worden sind oder seinmögen, wieder aufgehoben und für ungültig erklärt werden.

Viertens ist beschlossen, daß dieBündner über Einhaltung undBeobachtung alles oben Angeführten, den bei ähnlichen Anlässen üb-lichen Eid zu leisten und denselben in authentischer Form schriftlichverfaßt, den im nachfolgenden Artikel bezeichneten drei Personen ein-zuhändigen haben. Der König von Frankreich und die dreizehn Onenebst Wallis oder wenigstens die Mehrzahl derselben geben für dieAusführung des Versprochenen sich als Bürgen dar.

Fünftens. Der König von Spanien wird hievon sofort seinenGroßonkel, den Erzherzog Albert unterrichten, damit dieser den Par-lamentspräsidenten der Grafschaft Burgund oder ein anderes Glieddesselben, so bald er es nur immer kann (doch möchte die Sache nichtüber den lezten Tag Mai verzögert werden) nach Luzern sende, woderselbe mit dem apostolischen Nuntius und dem Gesandten den Seineallerchristlichste Majestät zu schicken für gut findet, sich in's Verneh-men sezen wird, um den Vollzug von Allem anzuordnen. Alles dießmit der ausdrücklichen Erklärung, daß die alten Einverständnisse undVerträge mit dem Hause Oesterreich, zumal die wegen der GrafschaftTirol abgeschlossenen, stets fort in Kraft verbleiben und für die Zukunftzu beobachten sind.

Sechstens. Des Erzherzogs Albert Abgeordneter aus Burgundwird ein eventuelles und bereits im Voraus abgefaßtes Schreibenseiner Hoheit an den Herzog von Feria mit sich bringen, in welchemdemselben mitgetheilt wird, daß die Sache gänzlich in Ordnung ge-bracht worden, weßhalb er (der Herzog) znr sofortigen Ausführungseiner Aufträge schreiten und Alles anordnen möge, um den 8tatusquo ante wiederherzustellen. Dieses Schreiben an den Herzog