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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
Entstehung
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Fünftes Buch.

Vorbereitungen zum Wormser Zuge. Unglücklicher Ausgang desselben.Zweite Zusammenkunft der Cvmmiffarien in Jmst. Brion überfälltKlosters, wird jedoch zurückgeschlagen. Die Oesterreicher forciren unterBaldiron den Uebergang über den In» bei Schuls und verwüsten dasUntereugadi». Der Herzog von Feria nimmt Clären. Das Prättigauunterwirft sich. Einzug der Oesterreicher in Cur. Gesandtschaft nachMailand. Mailänder Vertrag von, 25. Jan. 1622. Soldatenherrschastim Prättigan.

Vom September 1621 bis zum März 1622.

1621 . Die Bündner wußten nicht woran sie waren. Die Münsterthalerund die evangelischen Bandirtcn aus dem Veltlin dachten nur an dieRückkehr in's Vaterland. Viele hegten die Ueberzeugung, sofort vonVenedig unterstüzt zu werde», wenn sie nur den Fuß aus WormserGebiet zu sezen vermöchten. Andere meinten, der Herzog von Feriawürde dadurch zu ehrenvolleren Vorschlägen veranlaßt und die Bünd-ner an Achtung gewinnen. Montholon und Miron, welche täglich durchGuefsier von Allem unterrichtet wurden, ersuchten die evangelischenOrte um eine Zusammenkunft zu Bremgarten, verhandelten mit ihnenüber den Madrider Vertrag und die Luzerner Artikel, von welchen sieeine Milderung in Aussicht stellten und ersuchten Jene schließlichdarum, die Bündner von jedem Versuche gegen das Veltlin abzu-mahnen. Hierauf wandten sie sich an die Bündner selbst und schriebenihnen, sie möchten sich mit Guefsier berathen. Auch die evangelischenEidgenossen mahnten die Bündner zur Geduld und Ruhe, da diefranzösischen Gesandten die beste Hoffnung über die Vollziehung desMadrider Vertrags gäben. Im gleichen Sinne wandte sich Joh. Bapt.Lionello, der venetianische Secretär in Zürich, an seine Freunde inden Bünden und ersuchte sie nach Vermögen jeden Waffenversuch hin-dern zu wollen, der den Untergang aller kirchlichen und politischen