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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Bünde rüsten gegen WormS.

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Freiheit des Landes nach sich ziehen könne. Georg v. Schorsch schrieb 1621.unter Andcrm von Mailand aus an Hartmann Planta, er fürchte,daß die Bünde (die sich übrigens gegen ihn nur undankbar erwiesenhätten) einer großen Gefahr entgegenginge». Zugleich suchte er umeine Unterredung nach. Planta zeigte dieses Schreiben den Häupternund andern angesehenen Männern. Es wurde darauf eine Zusammen-kunft zu Walenstad in der Eidgenossenschaft gehalten, an welcher außerSchorsch und Planta auch Giöri Theil nahm. Schorsch versicherte,der Herzog von Feria sei willens das Veltlin und Worms den Bünd-nern zurückzugeben, verlange aber freien Dnrchpaß. Der öffentlicheCultus der evangelischen Konfession könne auf keine Weise gestattetwerden, doch bleibe der Aufenthalt den Protestanten daselbst unvcr-wehrt. Bezüglich der festen Pläze wolle er dem Willen der Bündnernicht entgegentreten.

Alles dieses berichtete Hartmann Planta getreulich wieder. Nichts-destoweniger wurde auf dem Bundstage über die Aufstellung vonTruppen berathschlagt und wenn auch nach heftiger Widerrede, dennochbeschlossen, daß auf den 21. September in möglichster Stille, sämmt-liche Fähnlein im obern Engadin zusammentreffen sollten. Einigehatten sich von Andern, unter welchen Konstantin Planta aufgeführtwurde, vorgeben lassen, mit vierhundert Mann könne die Beste zuWorms überrumpelt werden. Als übrigens am festgesezten Tagedennoch Niemand erschien, gingen die Münsterthaler mit einigen En-gadinern nach Davos. Hierauf wurde, hauptsächlich um die Ober-bündner aufzurütteln, Tusis im Tumleschg als Ort der Zusammen-kunft bestimmt. Hier fanden sich hundertfünfzig Mann ein, darunterauch Prättigauer sowie einige Veltliner Bandirte, — und begannennun allenthalben zu den Waffen zu mahnen. Es ging die Rede,Hauptmann Joh. Fausch hätte bei den Eidgenossen etwas Geld auf-getrieben und unter diese Mannschaft vertheilt.

Bereits zweimal hatte man die Abordnung der Boten nach Jmstverschoben, weil die Mehren von den Gemeinden noch nicht eingekom-men waren. Der Erzherzog, welcher diesen Verzug übel aufnahm,hatte schon in seinen frühern Briefen gesagt: „er merke schon, daßseine Prättigauer Unterthanen von Neuem auf Unruhen bedacht seienund die Waffen zu erheben gedächten." Ein späteres Schreiben sandteer durch Christoph Sauer nach Cur. Als dieser Bote die Vorberei-tungen znm Zuge bemerkte, sagte er: „wenn dieß auch nur gegen das

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