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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Tractat zu Mailand vom 25. Jan. 1622.

1622. für Stalla und Avers und endlich Auto» Gugelberg v. Moos fürdie Herrschaft Maienfeld, — dann Lnzius v. Capaul, Bundsschreiberim Gottshausbunde. Von den Veltlinern unterschrieben für das obereTerzier: Doctor Francesco Venosta, Doctor Jacob Venosta undAbondio Torelli; für Teglio: Mio Besta; für das mittlere Terzier:Joh. Guicciardi, Joh. Bapt. Schenardi und Doctor Loreuzo Paribelli;für die Squader Morbcgno: Jac. Malagnzini und Francesco Musst;für die Squader Trahona: Joh. Maria Paravicini; für Worms end-lich der Priester Caspar Mascheroni und Doctor Balthasar Casolari.Datum Mailand, im herzoglichen Palaste, den 25. Januar 1622.

Mit dem Herzog von Feria, Namens des Königs von Spanienschloffen die beiden Bünde am nämlichen Tage ein ewiges Bündnißunter den gleichen Bedingungen ab, wie dasselbe früher mit dem grauenBunde eingegangen worden war, — soweit nämlich die politischenVerhältnisse in Betracht kamen. Während aber in der Kapitulationdes lezten Jahres mit dem obern Bunde, die drei Bünde i» Ansehunggeistlicher und kirchlicher Verhältnisse als Staatskorper nicht erwähntwurden, sezte es jezt der Herzog von Feria, der Alles durch seinen Winkleitete, durch, daß der katholische Cultus überall in allen drei Bündenfrei geübt werden durste, Priester aller Orden dort wohnen, Klösterund Collegie» gebaut und eingerichtet werden konnten, alle Einkünfte,welche den Klöstern, Kirchen und Kapellen von Rechtswegen zustünden,ihnen zu verabfolgen und alle Apostaten auszutreiben seien. Leztlichhätten die Decrete des Tridentiner Concils, die Bulle über das Abend-mahl und der Gregorianische Styl bei den Katholiken beobachtet unddamit allfällig in Widerspruch stehende bündnerische Decrete anullirtzu werden. Die Grafschaft Cläven versprach er wieder zurückzugebenund zwar Anfangs im gleichen Stande, in welchem sie sich zuvor be-fand. Nun erschienen aber Doctor Gaudenzio Mora und GeorgioPestalozzi, Abgesandte der Clävner, welche damit durchdrängen, daßder Cultus der evangelischen Religion aus der Grafschaft Cläven aus-geschlossen und die Bestimmung getroffen wurde, daß Protestantendaselbst nur zwei Monate im Jahre wohnen dürften. Die spanischeBesazung an der Riva di Mezzola sollte noch das Jahr hindurch dortverbleiben, bis die Schanzen am Felsen Corberio auf dem linken Uferdes Seees, hergestellt fein würden.

Gleichzeitig wurde durch Vermittlung des Herzogs von Feriazwischen den Abgesandten des Erzherzogs und den Boten der beiden