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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Plünderungszüge.

1622. brannten die Feinde dreißig Häuser, zu Küblis das ganze Oertchens. Se»>t. Plawikin 3°, vier Häuser zu Pc>ny" und drei zu Pargiß^ unterhalbLuzein nieder. Der Oberanführer Salis kam mit dem Nest seinesHeeres nach Malans in der Herrschaft Maienfeld an. Einige Eid-genossen raubten auf der Flucht den Prättigauern noch einiges Viehund andere Gegenstände.

An eben diesem Tage kamen zweihundert angeworbene Soldatenunter Hauptmann Freiberger und vierhundert Muntafuner vor Tagüber Gafia und das St. Antönierthal in das Prättigau. Auf Gafiahatten dreißig St. Antönier die Wache und drei Mann, KilianMarugg, Jacob Mathias und Jann Flütsch über Val Carnella, demMuntafun zu, auf Kundschaft ausgesandt. Diese trafen auf den Feind,wobei Jacob Mathias durch einen Flintenschuß den Hauptmann Frei-berger am Kinnbacken verwundete; Marugg erhielt vom Feinde eineWunde in der Huste und wurde später getodet, Flutsch an der Handverlczt. Der Erste der von Seite der Feinde auf Kundschaft nachSt. Antönien kam, wurde mit Prügeln erschlagen. Da die Feindequer über die Berghalde einherschritten, konnten die St. Antönier voneiner Hähern Stelle aus in gerader Richtung auf sie schießen, tödetcndrei Mann und verwundeten zwanzig, worauf die klebrigen die Fluchtergriffen und vor dem darauf folgenden Donnerstage, wo sie den Siegder Ocsterreicher von anderer Seite her vernahmen, nicht wieder zukehren wagten.

Die Compagnien Tobias Finer, Hadrian, Joh. Jacob Wiß undHermann Schieß am St. Luziensteig, sowie einige Leute aus derjenigenJoh. Peter Escher's rückten an die Rheinbrücke herab und ließen durchdie österreichischen Kriegsgefangenen drei größere Feldstücke, sowieeinige Falkonets dahin bringen. Auch der General Salis traf mitPebliz und Andern daselbst ein.

Doch blicken wir auch nach dem, was anderwärts in den Bündengeschah. Freitags den 2. September war die Nachricht nach Cur ge-

M klsvexinum im Original. Diese Nachbarschaft, welche weder vonden Geographien von Trnog und Kind angeführt wird, noch auf derDufour'scheu Karte siebt, liegt nach Lehmann's Groubünden II. 27 ober-halb Tclfs bei Küblis.

3* Im Original klnetum, ohne Zweifel das Dorf Pony, wenigstensist kein Ort ähnlichen Namens zu finden.

32 Im Original Lar^ns. Einzig Lcbmann spricht davon und nenntden Ort Pargiß.