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Französische Verwahrung
1631. Regiment Sulz unter Oberstlieutenant Joh. Beck, ferner fünf Com-pagnien des Grafen Philipp von Mannsfeld, dann das LeibregimentWaldstein, sechs Compagnien stark und kürzlich Alous Baldiron über-geben, doch unter dem Oberstlieutenant Freiherrn v, Sniz stehend; end-lich drei Compagnien Marimilian Waldsteins unter OberstlieutenantAdliger; zwei Schwadronen Dragoner, vier deßgleichen Kürassiere undzwei berittener Büchsenschllzen aus Waldsteins Leibregiment standenunter Sylvio Piccolomini; fünf Schwadronen Bücksenschüzen znPferde unter dem Marchese Giulio Rango von Modena, einst inDiensten des Herzogs von Savoyen, Diese brannten zu Trimmisacht Häuser und eben so viele Ställe nieder, verwundete» aucb zweiBauern und bezahlten als Entschädigung fünfhundert Thaler.
Später folgten noch drei Schwadronen Ferrario's und zwei desGrafen Tcrsky.
Am 18. Juni hielten die Veltliner zu Cajolo Thalrath und ver-öffentlichten ein strenges Mandat gegen die evangelischen Veltliner, zuFolge welchem dieselben, bei Verlurst des Lebens und Confiscationihres Vermögens, innert drei Tagen die Thalschafl zu verlassen hätten,und mit der weiter» Bestimmung, daß nach dieser Frist Jedermann sieungestraft toden dürfe und dafür auf ein Drittheil der BerlassenschaftAnspruch zu machen das Recht habe.
Da sich einige Schwierigkeiten über die im Frieden zn Chierascovom 6. April enthaltene Bestimmung erhoben hatten, der zu Folgedie Eidgenossen Snsa und Avigliana als Sicherheit für die Rückgabeder bündnerischen Pässe besezt halten sollten, was wie oben bemerkt,von den Spaniern verweigert worden war, — wurde am 19. Junider Friede zu Chierasco in Piemont von Neuem proclamirt undunterzeichnet.
Schon Tags vorher, den 18. Juni, protestirtcn des Veltlins halberdie französischen Gesandten Toyras und Servien und händigten dieseVerwahrung dem kaiserlichen Gesandten Freiherr» Mathias Gallasein. Sie lautete folgendermaßen -.
„Die Gesandten des Königs von Frankreich erkläre» sowohl imInteresse Ihrer allerchristlichsten Majestät als in demjenigen der Ver-bündeten derselben, daß obschon sie zum Besten des Friedens die Aus-führung dessen, was mit dem Commissarius Ihrer katholischen Majestätunterhandelt wurde, nicht weiter verschieben wolle», sie dennoch, —aus dem Grunde, weil die Minister derselben auf fortwährendes, oft