Verhewungen der Pest i» den Bunden.
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. halber sich genähert und nberdieß der Herzog von Feria selbst, ihnen, 1632,^ den Veltlinern, erklärt habe, es werde jenes der Thalschaft keinenNachtheil bringen. Daß die Bündner nur auf den Schuz ihres Landesund ihrer Pässe bedacht seien, beruhige sie, Uebrigens gedachten siestets beim Vertrage von Monsonio stehen zu bleiben, dessen Erläute-rung laut dem ueunzchnten Artikel einzig beiden Kronen zugleich vor-behalten sei.
i Inzwischen kamen im Veltlin beinah täglich Mordthaten vor; andie Bestrafung derselben dachte Niemand und die Mörder blieben ruhigin der Tbalschast, Vom 10, bis zum 20, Januar wurden sechs Per-sonen umgebracht. Zu Bianzona im obern Terzier wurden an einemTage im Februar fünf Männer ermordet, welche der Ritter ThomasCapitaneo aus Val Camonica dorthin geschickt hatte. Einer blieb' verwundet aus dem Plaze und nur dem Siebenten gelang es zu ent-fliehen.
Seit vier Jahre» schon herrschte die Pest in den Bünden, so zuCur Anno 1628, 1629 °, 1630 und auch in diesem Jahre 1631wurden vom 1. September bis zum 1. November wieder fiebenzig von
6 Ueber die Pest im Jahre 1629 findet sich als Notiz des HerrnPfarrers Andreas Lerez folgendes im Kirchenbuche zu St, Negula:
„Item ist zu wissen, daß von der Zit an die Pest sich mächtig erhebthat vnd man dazu »och die kaiserlichen Soldaten in den Häusern habenmüssen vnd ob sie wohl hernach gen Masaus vnd Lürlebad ihr Quartiergehabt, ist doch die Pest in der Stadt nicht gestillct vnd darzn MasanSsehr angriffen,. also daß in Obermasans nickt mehr denn zwei Männerüberblieben. Diese Pest hat auch meinem Better Hans Weib, Kindt,Mutter und Bruder weggenommen, item »leimen Better Lucas und BasAnueli. In der Stadt sind fürnemlich Herr Bürgermeister Gamser,Bürgermeister Lehner, Stadtvogt They, Stadtammanu Wegrich, HanSFelix, Bühler, aste des Raths, durch die Pest bingriffe» worden. Welchemich auch ein wenig berührt aber vs großen gnaden fast ohne Schmerzenin Blutern am Hals durch Hüls und Schärer züglin vßgangen. Wybvnd kindt by mir gwest vnd »»geachtet sy großes lybs (schwanger) mir(mich) selbst verbunden vnd von Gnaden Gottes kein (es) nichts gespürt.
Es ist auch zu müssen, daß es aus einen Tag allein in der statt hinweg-genommeu auis Meiste 25, zur Wuche» >00. Doch nur einmal. HerrJörg (Salnz) hat sein kirch, als darin allein subro (?) gangen, ver-secheu. Ick aber hab meine Kirchen zu St, Regla versechen, allein denJnficirteu prediget, taufst, copulirt. Taufst hab ich nebet andern imPest Lenz Mosers kiud, Lang Ulrichen kind, Jacob Fromoltcn und einesSoldaten von Schaffbanse» kindt.