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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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102
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102 Der Rheinwald kaust sich von den Trivulziern los.

> 634 . sowie einige Livelli oder Grundzinse bis zum Betrage von siebenuud-zwanzig Gulden vor, — welche er jedoch später au Ammann JohannSchorsch und Fähndrich Christian Zoja um den Preis von sechs-hundert Gulden verkaufte. Später wurden dieselben von den Rhein-waldcrn ebenfalls abgelöst.

Es erhob nun zwar am 29. September der Bischof zu Cur alsangeblicher Lehnsherr (richtig ist es, daß im Jahre 1493 Joh. JacobTrivultio durch seinen Commissarius Gabriel Scanagatta von BischofHeinrich ^ von Cur den Rhemwald als Lehen erhielt, doch liegt vondieser Zeit an durchaus keine weitere Investitur vor) bei den dreiBünden einen Protest gegen die Gültigkeil dieses Vertrags, doch wen-dete» die Rheinwalder dagegen ein, sie wären dem Bischof von Curhierüber weder Rede noch Antwort schuldig, indem sie auf gesezlicheWeise die Herrschaftsrechte desjenigen abgelöst hätten, dessen Vaterund Vorfahren sie stets den Schwur leisteten.

Inzwischen folgten fortwährende Bitten der Bündner an den aller-christlichsten König und dessen Agenten um Beschleunigung des Zugsin das Veltlin, wie auch Klagen über die Einquartierung zumal in denHöhen und die meist wegen der Weibspersonen entstehenden häufigenHändel zwischen den Truppen und den Einwohnern.

1635 . Sonnabends den 17. März 1635 erschien dann in Bünden Jsaaede Samt Simon, von Ihrer allerchristlichsten Majestät zum Comman-dant der Rheinschanze ernannt.

v. Hoeweu.