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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Lande ab und versprechen freien Paß.

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! benöthigt sei, lassen und das Uebrige gegen Geldentschädigung für die 1635! Truppen zu Handen nehmen. Die beiden Compagnien aus Lande's! Regiment l'Asseliniere, der zu Claven commandirte und Saint Albin,wurden zur Besazung der Stadt bestellt.

Montags den 2. April richtete der bündnerische Rath an die ver-wittwete Erzherzogin Claudia von Oesterreichs ein Schreiben mit derAnzeige, die über das Gebirge gezogenen Truppen seien unter demBeistand Ihrer allerchristlichsten Majestät zur Wiedereinnähme desVeltlins und der Grafschaften Claven und Worms bestimmt, — dieBündner selbst aber geneigt, die alte Erbeinigung (denn von demneuen Vertrag und den in demselben enthaltenen Abänderungen wolleweder Ihre allerchristlichste Majestät, noch das bündnerische Volk etwaswissen) sowie jegliche gute Nachbarschaft zu beobachten und hofften dasNämliche von Ihrer Durchlaucht.

Ein Schreiben ähnlichen Inhalts wurde an den Grafen Casparv. Hoheucms, als Nachbar, gerichtet.

Auch den dreizehn Orten der Eidgenossenschaft schrieb der bünd-nerische Rath, theilte ihnen das Vorhaben der Bündner mit und batals treue Bundsgenosscn für die bündnerische Sache wachsam zu sein.

An diesem nämlichen Montage sandten die Veltliner ihre Depu-tirten zu Lands; es waren der Thalkanzler Nicolü Paravicini, derDoctor der Medizin Giacomo Venosta, Andrea Carbonera und Ber-nardo Paravicini. In langer Rede führten Liese Boten aus, wie siekraft der Monsoniosche» Artikel von beiden Kronen abhängig wären,diesem Vertrage in keiner Weise zuwider gehandelt hätten und imGenusse der in demselben ihnen eingeräumten Wohlthaten zu bleibenwünschten. Dem Heere Ihrer allerchristlichsten Majestät versprachensie übrigens freien Paß sowie die Lieferung von Proviant.

Robustello, Attio Besta, Simon Venosta und andere mehr begabensich gleich Anfangs in die benachbarte Val Camonica, auf penetianischeSGebiet, Giovonni Maria Paravicini von Ardenn auf kürzestem Wegezu den Spaniern, überall um Hülfe flehend. Bald kam auch Robu-stello dahin, als sie aber erfuhren, daß die Spanier nur über sehr ge-ringe Kräfte zu gebieten hatten, (nämlich zwei spanische Regimenter,das lombardische unter Martin von Aragonien, das sovoy'sche unter

s Erzherzog Leopold war, wie oben (S 88) dcmcrkt, am 13. Sepl.1632 gestorben.