Treffen in Val Livigno.
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hielten den Befehl mit dem Heere auf der linken Seite des Berges " 1635zu ziehen. Der Trupp, der seinen Weg durch Bal del Fain nahm,traf auf der Höhe ob Livigno auf zwei Schwadronen Dragoner, welchein Unkenntniß über den Rückzug der Ihrigen, über Albiola^ „achPuschlav wollten. Hiebei verloren sie durch die Engadiner siebenTodte, einen Gefangenen und zehn Pferde mit etwas Proviant, näm-lich Wein und Schake, was ihnen die Puschlaver hatten liefern müssen.
Bon einer andern Schwadron Dragoner, welche zu hinterst in ValLivigno lagerte, war ein Reiter in der Meinung, daß die Kaiserlichennoch dort wären, bis zur Hauptkirche gekommen. Hier gefangen ge-nommen, gab er alle Auskünfte, worauf Samt Andre und Billetteabgeordnet wurden und die Kaiserlichen unversehens überfielen. DerLieutenant und der Fähndcich nebst einigen Andern wurden gefangengenommen; alle klebrigen aber niedergemacht und die Fahne durcheinen von Saint-Andre's Leuten erbeutet."
Brisigheüa hatte den Deinigen bei Abzug den Befehl gegeben, soviel Häuser wie möglich in Brand zu stecken, damit sie dem franzö-sischen Heere nicht zu Nuze» käme». Wie kaiserliche Gefangene späteraussagten, brannten aus Mangel an Stroh und Heu ^ nur wenigedavon, nämlich zehn nieder. Der Feind zog sich gegen Sumera zurück,verweilte dort ungefähr eine Stunde und wandten sich dann nachSemogo. Er ließ sechsunddreißig Todte zurück, darunter den Fähn-
62 Casanna.
62 J„ dieser Gegend nirgends auf der Karte.
6^ Es war dieß der Hauptverlurst den die Kaiserlichen bei diesemTreffen erlitten. Noha» Msm. 131. Sofort gab Noha» von seinemSiege den bündnerischen Häuptern Kenntniß, indem er diese Nachrichtfür die geeignetste hielt, um die eröffneten Unterhandlungen mit denKaiserlichen fruchtlos zu mache». Mein. 180.
Die Bauart in dieser, wie andern italiänische» Gegenden, ist derArt, daß die Häuser mit ihren geschwärzten Mauern und moosbedecktenSteindächern, grauen Schutthaufen nicht unähnlich sehen. Wenn daherkein reichlicher Brennstoff, wie z. B. Heu, sich im Innern findet, isteine Feucrsbruust beinahe unmöglich.
66 Im Original 8k»noA»n>. Ohne Zweifel der heutige Ort Semogounweit Jsolaccia in Val Viola, welche bei Premadio, eine Stunde ober-halb Worms in das Addathal mündel. Die flüchtigen Kaiserlichen hattenkeinen ander» Ansgang, wenn sie nicht über Praspöig nach Zernez, überCasanna, Val Chiamuera und Val del Fain in das Oberengadi» oder überPisciadclla »ach Puschlav, den Bündnern geradezu in die Arme laufen