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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Ueber den Herr» d» Lande

163T Gemeine nnd führten einen Sergent gefangen mit sich fort. NachVertreibung der Kaiserlichen, wurde nnnmehr in Folge dieses Ueber-

Armee beklage sich über die Spizbübereicn (leipsionnerios) die ich beginge.Früher hohe man es nickt in der Ordnung gesunden, daß der verstor-bene Connelablc von jeder Saumiast sieben SoiS erhob nnd ich nähme»u» zweinnddrcißig, — überhaupt mischte ich mich mir in die Augclege»-beite», »m z» stehlen.

Diele Anklagen beschlagen zweierlei. Der erste Punkt ist aber solächerlich, daß icb mir die Mühe gar nicht nehmen werde, darauf z» ant-worten, — den» ich habe so viele Zeugen für das>enige, was ich that,als eS Soldaten ii» Heere gibt.

Der zweite Punkt indessen ist kizlichcr, weil es so Diele gibt, welchesich durch das Interesse irre führen lasse». Es ist allerdings wahr, daßwährend eines Monats der Herr de Bullion und ich einverstäudlick vonjedem Sä»,» Wein einen Dukalo» (also 32 Sols) erhoben, wofür icheine von Bnllio» ausgestellte A»Sf»hrerlanbniß gab. Der Ertrag davonwurde in des Königs Nuze» verwendet. Es beschwerten sich die Bündncrdarüber, dock sah ich mich nicht veranlaßt, den Zoll fallen z» lassen.Auch ist dieses nicht der Borwand, unter welche», sie mit den Kaiser-lichen Ilnterhandlnngen anknüpften, sondern weil sie Worins verloren,das Pnschlav ohne einen Feind gesehen zu haben, aufgegeben, Val Li-vigno ohne Widerstand besezt sahen, die Franzosen überhaupt allerortszurückwichen und sie sich nicht gänzlich zu Grunde richten wollten.

Wenn es sich ausweise» sollte, daß ich irgend ein Dorf gebrandsckazt,irgend welche Contributiv» zu meinem eigenen Vortheil eingetrieben,oder überhaupt den mindesten eigenen Nnzcn aus der Thalschaft gezogenhabe, so vernrtbeilc ich mich selbst von diesem Augenblicke an zn dem-jenigen, was- der ehrloseste Mensch verdient.

Ich verlange deßhalb meine eigene Bestrafung oder diejenige diesesLügners, der es gewagt hat seine» General mit solcher Falschheit znbeschuldigen und der daraus »och so schamlos war, sich vor demselbenzu zeige». Ihm wäre auch in der That sein Loh» geworden, hätte ichmich nicht zurückgehalten, damit die Justiz, welche ich von Ihrer Majestäthoffe, diese losen Vogel sAnlanH leben lehre, wie eS sich gehört.

Ich lasse nun jeden Nnbe'augeue» urtheilen, ob »ach eincr solchenNeibeufolge von schlechte», während vier auf einandcriolgcnden Jahre»durch den Herrn d» Landö erwiesene» Dienste und dem Staube, dendie Sache auswarf, der Dienst des Königs ohne Schaden es zn ertrage»vermag, daß Jener noch länger bei mir weile. Aus- diesem Grunde bitteich in aller Bescheidenheit Ihre Majestät, daß es Ihr geruhen möge,zwischen uns Beiden denjenigen z» wählen, der Ihr hier am Meisten»üzen kau», dcn ich bin entschlossen, wo er sich befindet, »übt längerz» dienen.