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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Relation des Herzogs von Rohan

XN7. vor dem Abgang zum Congreß in Cöln, müßte noch die Aufhebungdes Tractats von Innsbruck stattfinden.

Diese Deputation war mir sehr verdächtig, aber dennoch nicht zuverhindern. Der Oberst Jenatsch, in diesem Lande einzig einem solche»Geschäfte gewachsen, stand an ihrer Spize, ließ sich zwei willfährigeKollegen geben und schloß den Vertrag glücklich ab, wobei man ihmAlles und Jedes bewilligte. Anch brachte er zugleich die Ratifikationdesselben von Seiten des Kaisers und des Statthalters zu Mailaud mit.

Was die Spanier bewog, mit demjenigen was nicht einmal inihrem Besize war, so freigebig sich zu zeigen, war der Umstand, daßsie dem allerchristlichsten Könige den Ruhm nicht gönnen mochten, dasVeltlin und die Grafschaften seinen rechtmäßigen Herren erstattet zuhaben. Sie zogen es vor, zum Schaden der Veltliner und der katholischenReligion selbst diese Rückgabe an die Bünde vorzunehmen, ohne Zweifeldabei hoffend, es werde zwischen den Franzosen und den Bündnernzum Bruche kommen und Leztere dann ihnen in Allen, zu Willen sein.So opferten sie dem Ehrgeize Religion und Freunde ^ zugleich.

In Ausführung ihres Planes ließen nun die Büuduer Mannschaftaus dem Hcrzogthum Mailaud in die Nähe der Beste Fucntcs kommenund das Gerücht verbreiten, sie gedächten das Veltlin anzugreifen, umdie königlichen Truppen daselbst zu beschäftigen und sie zu hindern,Rvhan zu Hülfe zu kommen. ^ Man sagte ihnen Geschütz und Muni-tion von. Steig her zu, sowie achttausend Kaiserliche, um die Rhein-schanze anzugreifen, welche nur von zweihundert Franzosen besezt war.Nachdem Alles dieses vorbereitet worden, geschah die allgemeine Schild-erhebung.

Die Hauptveranlasser derselben bedienten sich zweier gewichtigerVerwände, um die Bevölkerung dahin zu bringen. Der erste war,daß man durch den Tusner Traktat ihnen die Justizverwaltung ent-zogen hätte. Dieser Grund mußte, weil er das Privatiuteresse"" be-

Im französischen Original ist der sinncnistellende Druckfcbler ilnresstatt amis stehen geblieben. Sprecher hat in der lateinischen Ileberscznngrichtig nmleo».

76 Statt dieser aus der Natnr der Sache selbst sich ergebenden, vonSprecher advptirten Lck-art, hat das iranzöflsche Original die Stelle,„pour enipsclier ele vc-nir n lllontionis", die jegliche» Sinnes erniaagelt.

77 Die Aemter waren öffentlich taxin und wurden in den Gemeindenund Gerichten, auf welche sie für die nächsten zwei Jahre trafen, förmlich