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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Ernennung der Gesandte» zu dessen Abschluß.

Hierauf wurden zu Gesandten nach Mailand behufs feierlichen 1639Abschlusses und Beschwörung des Bündnisses gewählt, aus dem grauenBunde: Conradin von Castelberg, Landrichter; Rudolf v. Marmels,Christian de Florin, Christoph Rosenroll und Johann Schorsch; ausdem Gotteshausbund: Joh. Bavier, Bürgermeister der Stadt Cur,Fortunat v. Juvalt, Ulrich Albertini. Joh. Paul Beli und AntonioLossio; aus dem Bund der zehn Gerichte: Meinrad Buol, Harrpt desBundes, Dietrich Enderlin, Andreas v. Porta, an dessen Stelle dannsein Sohn Johann trat, Ambrolrus v. Plant«, (ihn ersczte Joh.

Peter Enderlin) und Johann Anton Buol. Zum Generalsecretärwurde Johann Tscharner bestellt, doch blieb derselbe zu Cläven zurück.Beigeordnet wurden noch Johann Corai, Rudolf Travcrs und Antonv. Molina sowie Gubert v. Salis. Auch der Bischof von Cur sandteseinen Abgeordneten und zwar Otto Lodovico v. Castelmur, Cano-niens zu Cur, nicht weniger der Abt zu Disentis seinen Sccretär, —

Beide in der Absicht, mit in dem Bündniß eingeschlossen zu werdenoder wenigstens eine fette Pension ^ davon zu tragen.

Zur Ratifikation des Ganzen wurde ein zweiter Beitag auf den5. Juli angesezt. Doch schien jezt die Sache schwieriger zu werden,indem die meisten Gerichte eine Modifikation vieler Punkte verlangten.

Die Evangelischen mochten die protestantische Religion nicht ausge-schlossen sehen; Einige hatten die Artikel nicht einmal gelesen undViele beschwerten sich, daß derjenige der allgemeinen Schadloshaltungweggelassen worden sei.

Schon seit einiger Zeit beschwerte sich der Oberst Joh. PeterGuler, daß die Spanier ihre Versprechungen nicht erfüllt hätten unddurch Anhänger von ihm erhielt:» auch die Gerichte Kenntniß davon.Einige seiner an Freunde gerichteteten Briefe hatte Oberst Rosenrollauffangen lassen, doch wurden sie, wenn auch eröffnet, ihren Adressatenin den Rheinwald und das Misorerthal zugesandt. Um Guler aus derRheinschanze, deren Commandant er war, entfernen zu können, stecktensich die spanischen Agenten und ihre Gönner hauptsächlich hinter dieEinwohner der Herrschaft Maienfeld und veranlaßten diese vor demBeitage Beschwerde darüber zu führen, wie die Rheinschanze demLande gar nichts nüze, während sie auf der andern Seite ihnen wegenAbholzung der Waldung und ähnlichen Unbequemlichkeiten Schaden

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