Buch 
Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
Entstehung
Seite
468
JPEG-Download
 

468

Wajer's Ehrenrettung.

frommen Attforderen von Anfang unsers PundtsbriefS gehabt, unddann auch durch den Pnndtsbrief löblicher gemeiner drey Püudlen,und so viel andere heilsame Ordnungen heftetet sind, vonwegcn Unse-rer Ehren und Eyden, und auch vonwegcn derer, die jeßunder in Un-serer Landschasft läbent, und Unserer lieben Nachkommenden und?o5tevilBt, deren wir (gliebts Gott) hinderlasse» wollen, was vff unslöblich, recht und billich kommen, und also kein Gericht Gottes, nacheinichen Fluch vff uns nit laden wöllent; habend von der anderenForm des Lompromisses nit weichen sollen nach wollen, wie dannEüw. Gnaden und Herrlichkeiten, der drey löblichen verbündeten Ohr-ten, alles vß den .4ote», und gemeldeten Herren Schiedsrichtersmundtlicher Relation verstah» werden. Und weilen nun er HerrSchiedrichter, ehe dann wyter zeschryten sich erklehrt, alle SachenEüw. Gnaden und Herrlichkeiten, der drey löblichen verpllndetenOhrten anzubringen, habendt wir hiemit, sy ganz ernstlicher, dienst-licher, herzlicher, vffrichtiger Eidt- und Pnndtsgnößischer Meinungersuchen und bitten wollen, unser rechtmäßig Anligen in der Gerechtig-keit, zn Visen und allen jede» Zyien für bevolchen zehabe», und unbe-schwert mit ganz förderlicher exps,litte», ihne Herren Schiedrichterwiderum abfertigen, damit man zu einem erwünschten und besten Endschleinig kommen möge; dann es fallent täglichen schwere Landsgeschäfft,fürvß aber in Neligionssachen, hochwichtige Händel für. Da dannwir (wils Gott) wie wir dann von Anfang der Reformation, samtJlanz und der Stadt Chur, als die drey Haupt Ohrt gemeiner dreyPündten, den ersten Stein an dieses heilig Werk gelegt, und darin»beständig bisher», und (wils Gott) bis in Ewigkeit verharren wollen;und wurde uns ewiglich ein Vermiß und Fluch seyn, daß uns eineiniche Gemcindt, in gemeinen drey Pündten es in solchem wahre»Nffer sollte vorthun, wie wir uns dann weitläufsig, vor einem Evan-gelischen Ehrwürdigem Capitel zu Schulß im unteren Engadin ver-sammelt, den anderen Jnnii, in Schrifft erklährt, und dessen Copey,imme Herren Schiedrichter yngehändiget. Thund hiemit Eüw. Gna-den und Herrlichkeiten der drey löblichen vns verbündeten Ohrten zumherz-fründtlichsten flyjsig, Eydt- und Pnndtsgnößisch danken, ihrerväterlichen vnableßlichen Fürsorg, und vffrichtigen Wohlmeinung, vns!mit »nsereu Kleinfügcn trüwherzigen Diensten, wo wir diese und an-dere so vielfältige Gutthaten, mit unserem Lyb, Gut und Blutt er-statten können, sinnliches zu allen und jeden Zvten und Ovos^ionen