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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Wascr'S Ehrenrettung.

Beylage 6.

Dankbezeugnng der III. hohen Ständen Zürich, Bernund Glarüs, an Herrn Maser.

Wir der Bürgermeister und Räthe der Stadt Zürich bekennend,und thund kund öffentlich mit diejem Brief. Nachdem wir sammtUnseren gethriiwen liebe» alten Eidgnossen beyder Löblicher OhrlenBern und Glaruß, als mit dem Löblichen Pundt der cilff Gerichten,oder sieben Hochgerichten in alter freyer hocher llwtia gelegen sonder-bahc verbündet, im Monath vecemboi deß »echst abgeloffenen sechs-zehen hundert drey nnd vierzigsten Jahrs, dem Frommen, Ehrendesten,Wysen, Unserem besonderen getrüwen lieben Bürger und Stadtschryber,Hanß Heinrich Maser, Oberkeitlich vfferlegt und bcvolchen, daß erdas ihme zn einer entstandnen schweren Mißverständtniß entzwischender Landtschaft und Hochgericht Davos an einem, und den übrigensechs Hochgerichten gedachten Pundts am anderen Theil, anbetreffenddie künftige Bestellung der gemeinen Pundts-Emteren und anderergemeinen Sachen; von beyden Partheyen gutem Vertruwen ange-tragene Obmann oder Schiedrichtec-Amt dem schon aufgerichten schrift-lichen llvmpromiss gemäß über sich nemmen und vertretten sollte,Larzu er dann auch von Uns den besagten dreyen Ohrten nach zuvorerfolgter mund- und schriftlicher Eröffnung alles Handels Beschaffen-heit, mit nothwendiger Jnstruction und allem vollkommenen Gewaltversehen worden; und nun ermelter Unser lieber Stadtschryber, nachgehorsamer Erstattung solchen unsers wohlmeinlichen Befelchs undAnsinnens, uns anhütt iu versammtem Unserem Rath, um syu ganzesVerrichte», nämlich um die ltt-ocellur und ganzen Verlauf in demGeschafft der Parthygen, der Säßen, und syu des Schiedsrichtershalben bis vff den Vßspruch, so dcnne auch um und über gedachtenVßsvruch selber, mit mundtlicher Erzählung und schriftlicher Fürle-gung ein vßführliche und weitläussige Relation gethan; Daß sollichemallem nach wir die ttroeolluren und Verlauf, sammt dem Vßspruch,und desselben Ursachen und Begründtnussen eigentlich erwogen, be-trachtet und befunden, daß besagter unser lieber Stadtschryber, in disemwichtigen, und zwüschen den Partheyen schon so weit erwachsenenGeschähst, daß lichllich allerhand ungemachs. ja endlich ein trurigesBlutvergießen, daraus entstehen mögen, in allweg cliscret fürsichtig,