Band 
Fünfter Band.
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Friedrich der Große.

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Diese Früchte waren von Staaten des zweiten und dritten Ran-ges gestohlen worden, die, durch ihre Unbedeutendhcit gegenEifersucht gesichert, sich geschickt vergrößert hatten, indem sie! vorgaben, der Erbitterung der großen Häupter der Christenheit

j zu dienen. Wahrend der Löwe und der Tiger einander zaus-

I ten, war der Schakal mit der Beute davon in die Dschungelgesprungen. Der wirkliche Gewinner bei dem DreißigjährigenKriege war weder Frankreich, noch Oesterreich, sondern Schwe-den gewesen. Der wirkliche Gewinner bei dem Kriege derPragmatischen Sanction war weder Frankreich, noch Oester-reich, sondern der brandcnburgischc Emporkömmling gewesen.Frankreich hatte große Anstrengungen gemacht, hatte reichlichseinen militairischen Ruhm und reichlich seine öffentlichen La-sten vermehrt, und zu welchem Ende? Lediglich damit Fried-rich Schlesien regieren möge. Dafür und dafür allein wareine französische Armee, durch Schwert und Hunger aufgerieben,in Böhmen zu Grunde gegangen, und hatte eine andere mitStrömen des edelsten Blutes den unfruchtbaren Ruhm vonFontcnoy erkauft. Und dieser Fürst, für welchen Frankreichso viel gelitten hatte, war er ein dankbarer, war er auch nur einehrlicher Bundesgenosse? War er nicht gegen den Hof vonVersailles ebenso falsch gewesen, wie gegen den Wiener Hos?Hatte er nicht, in einem großen Maßstabe, dieselbe Rolle gespielt,die im Privatleben der schnöde Ränkeschmied spielt, der seineNachbarn zum Streite aufhetzt, sie in kostspieligen und unend-lichen Hader verwickelt, und sie der Reihe herum an einanderverräth, sicher, daß er, wer immer ruinirt werden möge, sich be-reichern werde? Gewiß, das weiseste Verfahren war, nicht ein-ander. sondern diesen gemeinen Händclmachcr anzugreifen, dersick über die Stellung, zu der er gebore» war, erhoben hatte,indem er die Leidenschaften beider anfachte, beiden zu dienen