Band 
Fünfter Band.
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Friedrich der Große.

America in Deutschland erobern wolle. Er war gestürzt, unddie Macht, die er, nicht immer mit Besonnenheit, aber immermit Thatkraft und Genialität gchandhabt hatte, war einemGünstling zugefallen, der der Vertreter der Torhpartei war, derPartei, welche Wilhelm durchkreuzt, welche Marlborough ver-folgt, und welche die Catalonen der Rache Philipps von Anjoupreisgegeben hatte. Frieden mit Frankreich zu schließen, mitaller, oder mit mehr als aller, mit dem Anstand verträglicherBeschleunigung jede festländische Verbindung abzuschütteln, dasgehörte zu den Hauptziclpunktcn des neuen Ministers. Diedamals befolgte Politik flößte Friedrich eine ungerechte, abertiefe und bittere Abneigung gegen den englischen Namen ein,und erzeugte Wirkungen, welche noch immer in der ganzen ge-sitteten Welt empfunden werden. Diese Politik war der Grund,Laß, einige Jahre später, England auf dem ganzen Fcstlandenicht einen einzigen Verbündeten finden konnte, ihm, in seineräußersten Noth, gegen Las Haus Bourbon Lcizustehcn. DiesePolitik war der Grund, daß Friedrich, England entfremdet,genöthigt war, sich, während seiner späteren Jahre, eng mitRußland zu verbinden, und vermocht ward, an jenem großenVerbrechen, der fruchtbaren Mutter anderer großer Verbrechen,der ersten Theilung von Polen, theilzunehmen.

Kaum hatte der Rücktritt Pitt's Preußen seines einzigenFreundes beraubt, als der Tod Elisabeths eine gänzlicheUmwälzung in den Staatshändcln des Nordens erzeugte. DerGroßfürst Peter, ihr Neffe, der jetzt den russischen Thron be-stieg, war nicht bloß frei von den Vorurtheilcn, die seine Tantegegen Friedrich gehegt hatte, sondern er war ein Anbeter, einknechtischer Nachahmer des großen Königs. Die Tage der Re-gierung des neuen Zaren waren wenig und böse, aber hinrei-chend , eine Aenderung in der ganzen Lage der Christenheit zu