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Fünfter Band.
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Friedrich der Große.

lich machten, in Betreff des deutschen Krieges Neutralität zubeobachten. So waren die Koalitionen auf beiden Seiten auf-gelöst, und die ursprünglichen Feinde, Oesterreich und Preußen,blieben allein einander gegenüber.

Oesterreich besaß unzweifelhaft weit größere Mittel, alsPreußen, und war weniger durch Feindseligkeiten erschöpft;gleichwohl schien es kaum möglich, daß Oesterreich allein be-werkstelligen könne, was es umsonst zu bewerkstelligen versuchthatte, wie es von Frankreich auf der einen Seite und von Ruß-land auf der andern unterstützt ward. Auch fing Gefahr an,das kaiserliche Haus von einer anderen Seite her zu bedrohen.Die ottomanische Pforte führte drohende Sprache, und ein hun-derttausend Türken wurden an den Grenzen von Ungarn auf-gestellt. Der stolze und rachsüchtige Geist der Kaiserin-Königingab zuletzt nach, und im Februar 1763 machte der Friede vonHubcrtusburg dem Kampfe ein Ende, der sieben Jahre langDeutschland verwüstet hatte. Der König trat nichts ab. Dasganze Festland in Waffen hatte sich außer Stande erwiesen,Schlesien aus dieser ehernen Faust zu reißen.

Der Krieg war vorüber. Friedrich war gerettet. SeinRuhm war dem Bereiche des Neides entrückt. Wenn er nichtso weite Eroberungen gemacht hatte, wie die des Alexander, desCäsar, Napolcon's, wenn er nicht, auf Schlachtfeldern, den be-ständigen Erfolg Marlborough's und Wcllington's genossenhatte, so hatte er doch ein in der Geschichte ohne Gleichen da-stehendes Beispiel gegeben, was Talent und Entschlossenheit ge-gen die größte Ucberlegenheit der Macht und den äußersten Grolldes Schicksals ausrichten können. Er zog, nach einer Abwesen-heit von mehr als sechs Jahren, im Triumph in Berlin ein.Die Straßen waren glänzend erleuchtet, unv wie er in einemoffenen Wagen, mit Ferdinand von Braunschweig au seiner