Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

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Es muß bemerkt werden, daß der Appellant in diesemFalle nicht allein vor Gericht kommt. Er wird an die Schrankeder öffentlichen Meinung von zwei Eideshelfern begleitet, welchehöchlich ehrenvolle Stellungen einnehmen. Der Eine derselbenist M. David von Angers, Mitglied des Instituts, ein ausge-zeichneter Bildhauer, und, wenn wir recht unterrichtet wordensind, ein Lieblingszögling, wenn auch nicht ein Blutsfreund,des Malers, der denselben Namen führte. Der Andere, demwir die biographische Vorrede verdanken, ist M. Hippolyte Car-nvt, Mitglied der Kammer der Deputirten und Sohn des be-rühmten Direclors. Nach dem Urtheile M. David's und M.Hippolyte Carnot's war Baröre ein verdienter und ein übel-behandclter Mann, ein Mann, der, wenn auch keineswegs fehl-los, doch, wenn der Gewalt der Umstände und der Gebrechlich-keit der menschlichen Natur gebührende -Rechnung getragenwird, als im Ganzen zu unserer Achtung berechtigt betrachtetwerden muß. Es wird dem Publicum zukommen, nach voll-ständigem Angehör, zu entscheiden, ob die Herausgeber, indemsie dergestalt ihre Namen mit dem des Baröre verknüpften, sei-nen Ruf gehoben, oder ihren eigenen herabgesetzt haben.

Wir sind uns nicht bewußt, daß wir, bei Eröffnung dieserSchrift, unter dem Einfluß irgend eines Gefühles standen, vondem es wahrscheinlich gewesen wäre, daß es unser Urtheil ver-kehren würde. Unstreitig hatten wir seit Langem eine höchstungünstige Meinung von Baröre gefaßt; aber an diese Meinungwaren wir durch keinerlei Leidenschaft, noch durch irgend einInteresse gebunden. Unsere Abneigung war eine vernunstmäßigeAbneigung, und war durch Vcrnunstgründe zu beseitigen. Inder That wir erwarteten, daß diese Memoiren Baröre's Rufeinigermaßen reinigen würden. Daß er sich gegen alle die Be-schuldigungen, die gegen ihn erhoben worden waren, rechtferti-