Band 
Fünfter Band.
Seite
264
JPEG-Download
 

264

Bertrand Barere.

lcon's zu Rathe gezogen wurde, und sein Möglichstes that, sie zuüberreden, daß die Regierung in schwankender Lage sei, und daßder neue Souvcrain nicht, wie die Welt annähme, ein großerStaatsmann und Soldat wäre. Hierauf trat Barore, immernoch der Schmeichler und Zuträger des kaiserlichen HofeS, inderselben Weise mit dem spanische» Gesandten in Verbindung.Er gesteht, daß er zu diesem Gesandten Beziehungen hatte, dieer sich die größte Mühe gab, vor seiner eigenen Regierung zuverbergen, daß sie zweimal des Tages zusammenkamen, und daßihre Unterredung sich hauptsächlich um die Fehler Napoleon's,um seine Pläne gegen Spanien und um die beste Weise bewegte,diese Pläne fehlschlagen zu machen. In Wahrheit, Barörc'sSchlechtigkeit war unergründlich. In den niedersten Tiefen derSchande fand er noch niedrere Tiefen aus. Es ist schlecht, einSchmarotzer zu sein; es ist schlecht, ein Spion zu sein. Aberselbst unter Schmarotzern und Spionen giebt es Grade der Ge-meinheit. Der schnödeste Schmarotzer ist der, der den Herrn,dem er schmeichelt, insgeheim schmäht; der schnödeste Spion istder, der Fremden gegen die Regierung seines Vaterlandes dient.

Von 1807 —l8l4 lebte Barere in Dunkelheit, so bitter,als seine verzagte Feigheit gestatten wollte, gegen die kaiserlicheVerwaltung schmähend, und zuweilen mit der Polizei in unlieb-same» Conflict kommend. Wie die Bourbons zurückkehrten,wurde er, wie man hätte erwarten können, ein Royalist, undschrieb ein Pamphlet, das die Gräucl des Systemes schilderte,von dem die Restauration Frankreich befreit habe, und dieWcis-hcit und Güte pries, die die Charte dictirt hätten. Er, der fürden Tod Ludwigs gestimmt hatte, er, der das Dccrct beantragthatte, Marie Autoinctkcn den Proceß zu machen, er, dessen Haßgegen Monarchie ihn bestimmt hatte, selbst gegen die Gräber alterMonarchen Krieg zu führen, versichert uns mit großer Wohlgc-