Band 
Fünfter Band.
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Johann Dryden.

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sam steigernde Ergebenheit, eine Religion, wie die der Quietisten,durch keinerlei Weihe der Hoffnung oder Furcht getragen. Wirsehen nichts, als Despotismus ohne Macht und Opfer ohneVergeltung.

Wir wollen ein Paar Beispiele geben. I», Aurengzebverliebt sich Arimant, Statthalter vonAgra, in seine GefangeneJndamora. Sie weist seine Bewerbung mir Verachtung ab,versichert ihm aber, baß sie große» Gebrauch von ihrer Gewalt'über ihn machen werde. Er droht, zornig zu werden. Sieantwortet, sehr kaltblütig:

„Thüs nicht, dein Zorn und Lieben sind nur hohl:

Gefällt es mir, bist du gefällig wohl.l Ich weiß, dein Wille beugt dem meinen sich;

i Ich will ihn beugen, denn ich brauche dich."

iDas ist keine eitle Drohung. Sie bringt bald einen an seinenNebenbuhler gerichteten Brief, befiehlt ihm, denselben zu lesen,fragt ihn, ob er ihn für hinlänglich zärtlich halte, und gebietetzuletzt, ihn selbst zu bestellen. Solche Tyrannei wie diesesollte, möchte man denken, Widerstand rechtfertigen. Arimantwagt in der That, Gegenvorstellungen zu machen:

..Zerreißen laß mich diese böse Schrift,

Daß nicht Bcllerophon's Geschick mich trifft."

Die Antwort der Dame ist unvergleichlich:

„Du magsl's, doch ist es nicht dein bester Schluß,

Weil ich alsdann noch einmal schreiben muß.

Früh oder spät, mußt du gehorchen doch;

Warum sich sträuben wider Schicksals Joch?"

Der arme Arimant scheint derselben Meinung zu sein. Ermurmelt etwas über Schicksal und freien Willen, und geht mitdem Billet-dour ab.

In dem indischen Kaiser beschenkt Montezuma die Al-

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v.