Band 
Fünfter Band.
Seite
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Oliver Goldsmith.

derzahl in Irland nur zn allgemein "die unterworfene Mehrheitbetrachtete. In der That, er war so entfernt davon, die Mei-nungen und Gefühle der Kaste, der er angehörte, zu theilen,daß er eine Abneigung gegen das Glorreiche und UnsterblicheGedächtniß faßte, nnd, selbst als Georg III. auf dem Thronewar, behauptete, nichts, als die Herstellung der verbanntenDvnastie, könne das Land retten.

Von der bescheidenen Akademie, welche der alte Soldathielt, wurde Goldsmith in seinem neunten Jahre entfernt. Erbesuchte mehrere lateinische Schulen und erlangte einige Kennt-niß der alten Sprachen. Sein Leben zu dieser Zeit scheintnichts weniger als glücklich gewesen zu sein. Er hatte, wieaus seinem bewundernswerthen Portrait zu Knowle hervorgeht,bis zur Häßlichkeit raue Züge. Die Pocken hatten ihr Zeichenauf ihn mit mehr als gewöhnlicher Strenge gesetzt. SeineStatur war klein und seine Glieder übel zusammengefügt.Unter Knaben wird persönliche» Gebrechen wenig Zartheit er-wiesen, und das durch des armen Oliver's Erscheinung erregteGelächter wurde durch eine eigenthümliche Einfalt und Geneigt-heit zu Fehlgriffen erhöht, die er bis zuletzt bewahrte. Erwurde der gemeine Zielpunkt für Knaben und Lehrer, wurdeauf dem Spielplätze als ein Schrcckbild ausgewiesen, und in derSchulstube als ein Dummkopf ausgepeitscht. Wie er sich zuAuszeichnung erhoben hatte, brandschatzten Die, die ihn einstverlacht hatten, ihr Gedächtniß nach den Vorgängen seiner frü-hern Jahre, und führten Entgegnungen und Couplets au, dieihm entfallen waren und von denen man, wenn sie auch zu ihrerZeit wenig beachtet worden, ein Vierteljahrhundert später an-nahm , daß sie die Gaben angezeigt hätten, die den Landprcdi-ger von Wakeficld und das Verlassene Dorf erzeugten.

In seinen« siebzehnten Jahre ging Oliver ins Drcieinig-