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Oliver Gcltsmith.
mer zu angeln und im Winter beim Feuer Gcistergcschichten zuerzählen. Er versuchte fünf bis sechs Bcrufszweigc nach einan-der ohne Erfolg. Er hielt um die Ordination an, ward aber,da er in Scharlachklcidern anhielt, schleunig aus dem bischöf-lichen Palaste gewiesen. Er wurde darauf Hofmeister in einervermögenden Familie, verließ aber diese Stellung bald in Folgeeines Spielstreites. Dann beschloß er, nach America auszu-wandern. Seine verwandten sahen ihn, mit vieler Befriedi-gung, auf einem guten Pferde, mit dreißig Pfund in der Tasche,nach Cork abreisen. Aber in sechs Wochen kam er auf einemelenden Klepper, ohne einen Pfennig, zurück, und berichtete seinerMutter, das Schiff, in dem er seine Ueberfahrt bestellt, sei, daes guten Wind bekommen, während er bei einer Lustparthie war,ohne ihn abgesegelt. Nun beschloß er, die Rechte zu studiren.Ein großmüthiger Blutsfreund streckte fünfzig Pfund vor. Mitdieser Summe ging Goldsmith nach Dublin, ward in ein Spiel-haus gelockt und verlor jeden Schilling. Er dachte darauf andie Hcilkunst. Eine kleine Börse wurde znsammengemacht,und er wurde in seinem 24ten Jahre nach Edinburgh geschickt.In Edinburgh verbrachte er achtzehn Monate in nominellemBesuche der Vorlesungen, und laS einige oberflächliche Kennt-niß von Chemie und Naturgeschichte auf. Von da ging ernach Leydcn, immer noch vorgebend, Physik zu studiren. Erverließ diese berühmte Universität, die dritte Universität, aufder er studirt hatte, ohne einen Grad, mit dem reinsten Halb-wissen medicinischer Kenntniß und mit keinem Eigenthum, alsseinen Kleidern und seiner Flöte. Seine Flöte jedoch erwies sichals ei» nützlicher Freund. Er streifte zu Fuß durch Flandern,Frankreich und die Schweiz, Töne blasend, die überall dasLandvolk zum Tanzen brachten und ihm oft ein Abendessen undein Bett verschafften. Er wanderte bis nach Italien. Seine