Band 
Fünfter Band.
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Oliver Gvldsmith.

ru»g hielt, wie ihm verstattet ward, sein Brod als Lohnscribenteines Buchhändlers zu verdiene»; aber er fand das neue Jochbald peinlicher, als das alte, und war froh, wieder Unterlehrcrzu werden. Er erhielt eine incdicinische Anstellung im Diensteder OstindischenCompagnie; aber dieAnstcllung ward schleunigwiderrufen. Warum sie widerrufen ward, wird uns nicht be-richtet. Der Gegenstand war einer, von dem er niemals zusprechen liebte. Es ist wahrscheinlich, daß er nicht befähigtwar, die Obliegenheiten der Stelle zu erfüllen. Dann stellte ersich im Chirurgcnsaale zur Prüfung als Gehilfe eines Schiffs-hospitalö. Selbst einem so bescheidenen Posten wurde er nichtgewachsen befunden. Um diese Zeit war der Schulmeister, demer für einen Bissen Kost und den dritten Theil eines Bettesgedient hatte, nicht mehr. Nichts blieb ihm, als zu der niedrig-sten literarischcn Plackarbcit zurückzukehren. Gvldsmith nahmeine Dachstube in einem elenden Hofe, zu der er von dem Randedes Flectgrabcns, auf einer schwindligen Leiter von Scitenstei-ncn, die Halsbrechstufen (Lroalcnvok Steps) geheißen, kletternmußte. Der Hof und der Aufsteig sind schon lange verschwun-den; aber alte Londoner erinnern sich beider wohl. Hier setztesich, mit dreißig Jahren, der unglückliche Abenteurer nieder,wie ein Galeerensklave zu arbeiten.

In den folgenden sechs Jahren schickte er einige Sachen indie Presse, die sich erhalten haben, und viele, die untergegangensind. Er verfaßte Artikel für Reviews, Magazine und Zeitun-gen; Kinderschriftcn, die, in Goldpapier gebunden und mit häß-lichen Holzschnitten geschmückt, in dem Fenster des einst weit-berühmten Ladens an der Ecke des St. Panlskirchhofes erschie-ne»; ,,eine Untersuchung des Zustandes der schönen Wissen-schaften in Europa," die, wiewohl von wenig oder keinem Werth,noch immer unter seinen Werken neugcdruckt wird; ein Leben