Band 
Fünfter Band.
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.Oliver Geltimith.

ist deshalb nicht nothwendig schlechter. Das schönste Gedichtin der lateinischen Sprache, sürwahr das schönste Lehrgedicht inirgend einer Sprache, wurde zur Vertheidigung des einfältigstenund gemeinsten aller Systeme der Naturwissenschaft und Moralgeschrieben. Man kann es einem Dichter leicht vergeben, wenner schlecht raisonnirt, aber man kann es ihm nicht vergeben,wenn er schlecht beschreibt, wenn er die Welt, in der er lebt, sonachlässig beobachtet, daß seine Portraits keine Ähnlichkeit mitden Originalen haben, wkllll er als Nachbildungen des wirk-lichen Lebens monströse Verbindungen von Dingen vorführt,welche niemals zusammen gefunden worden sind, noch werdenkönnen. Was wurde man von einem Maler denken, derAugust und Januar in Einer Landschaft vermischte, der einengcfrorncn Fluß in einer Herbstsccne anbrächte? Würde es eineausreichende Vertheidigung eines solchen Gemäldes sein, wennman sagte, daß jeder Theil ausgesucht colorirt sei, daß die grü-nen Hecken, die mit Frucht bcladcncn Acpfelbäume, die unterden goldnen Garben schwankenden Wage» und die von derSonne verbrannten, ihre Stirne trocknenden Schnitter sehrschön seien und die Schlittschuh laufenden Jungen auch sehrschön seien? Mit einem solchen Gemälde hat das VerlasseneDorf große Ähnlichkeit. Es ist aus unvereinbaren Theilen zu-sammengesetzt. Das Dorf in seinen glücklichen Tagen ist ein echtesenglisches Dorf. Das Dorf in seinem Verfalle ist ein irischesDorf. Das Glück und das Elend, welche Goldsmith dicht zu-sammengestellt hat, gehören zwei verschiedenen Ländern und zweiverschiedenen Stadien in dem Fortschritt der Gesellschaft an.Er hatte sicherlich in seiner heimischen Insel niemals ein solchesländliches Paradies, einen solchen Sitz des Ucbcrflufscs, derZufriedenheit und Ruhe gesehen, wie sein Aubur». Er hattesicherlich in England niemals die sämmtlichen Bewohner eines