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Aestivo.
Aestivo, 1. [aestas] (Spät.) intrans, benSommer zubringen.
Aestivus, adj. [aestas] zum Sommergehörig , sommerlich, Sommer-, dies Som-mertag; saltus ae. im Sommer von denHeer-den besuchte Waldtriften; aves aeae. die nurim Sommer erscheinen; insbes. castra aeae.Sommerlager. Hiervon subst. Aestiva, örum,
n. pl. sc. castra, A) eigtl., a) das Sommer-lager. b) der Feldzug, die Campagne (weilbei den Alten die Kriegsopcrationen gewöhn-lich im Winter ruheten): conticere aeae. 8)(Poet. u. Spät.) a) die Sommerweide, derSommeraufenthalt der Heerden. b) — dieHeerde.
Aestuarium, ii, n. [aestus] ein niedri-ger Theil der Meeresküste, der in der Fluth-zeit überschwemmt und dadurch sumpfig wird,eine Meereslache, Lagune. Davona) über-haupt— ein Sumpf, b) eine Bucht, Bai.
Aestuatio, önis, f. [aestuo] (Spät.)das Wogen, trop. = leidenschaftliche Unruhe.
Aestuo, 1. [aestus] intrans. 1) oom Feuer,(Poet.) auflodern, aufbrausen. Hiervon A)(Poet.) objeet., heiß sein, aer. B) subjeet.,= Hitze fühlen, heiß sein erhitzt sein:liorno ae. sud pondere schwitzt. 2) (Poet.)vom Wasser, bes. dem Meere, wogen, wallen,schäumen. 3) trop. vom Gemüthe, a) heftig be-wegt sein, in leidenschaftlichem Aufruhr sein:
ae. desiderio vor Verlangen »brennen«. b)— schwanken, unschlüssig sein.
Aestuöse, adv. mit comp. [aestuosus]1) glühend. 2) wogend.
Aestuösus, adj. [aestus] 1) sehr heiß,glühend. 2) wogend, wallend, schäumend.
Aestus, us, m. [ofO-w] überh. von jederwallenden, wogenden Bewegung, 1) (meist Poet.)vom Feuer, die Gluth, Flamme, Hitze: pro-piusque volvunt incendia aestus der Brandwälzt seine wogende Gluth näher; ae. febrisque= Fieberhitze. 2) vom Meere, A) das Wo-gen, die Brandung; (Poet.) auch vom ko-chenden Wasser. B) die Fluth, Meeres-fluth, gew. in der Verb. aestuum accessusdie Fluth, decessus od. recessus aestuumdie Ebbe, aestus maxime tumens — Spring-fluth. 3) vom Gemüthe, A) das heftige Auf-wallen , die Gemüthsbewegung, Leiden-schaft, wilde Heftigkeit (des Gefühls u. s. w.):ae. belli civilis, irarum, curarum; auch ae.consuetudinis nos abripit; ae. gloriae bren-nender Ehrgeiz. B) schwankender u. unschlüs-siger Zustand der Seele, das Schwanken, dieUnschlüssigkeit, Unruhe.
Aestyi, örum, m. pl. Küstenvolk im öst-lichen Germanien.
Aesüla, ae,_/. Städtchen in Latium. Davonabgel. Aesulänus, adj., u. - äni, örum,jn- pl- die Einwohner von Aes.
A e thi o p s.
Aetas, ätis,/. [eontrah. aus dem veralt,aevitas von aevum] 1) das Alter — eingewisser Theil der Lebenszeit bes. des Menschen:ae. militaris; ae. tenera, infirma die Kind-heit od. zarte Jugend; tlos aetatis die blü-hende Jugend; ae. constans ^ das männlicheAlter, exacta das hohe Alter. Hierv. meton.a) — ein Mensch in einem bestimmten Alter:dedecora quae ipsius aetas pertulit —er in seiner Jugend, b) eoll. — die Men-schen eines gewissen Alters: puerilis ae. dieKnaben; omnes ordines et aeae. 2) dieLebenszeit, das Leben: agere, degereaetatem. 3) das Zeitalter, Menschenalter,die Zeit. A) eigtl., abstr., usque ad hancae. B) (meist Poet. und Spät.) concr., —die in einem gewissen Zeitalter lebenden Men-schen, das »Geschlecht«: dura ae.; aurea ae.4) (Vorklassisch) aetatem als adv. a) — immer,Zeitlebens. B) = lange. 5) (Vorklassisch) inaetate als adv. a) = zu Zeiten, b) = je-derzeit.
Aetätüla, a e, f[deminut. von aetas] dasKindesalter od. das frische zarte Jugend-alter.
Aeternitas, ätis, /. [aeternus] 1) dieEwigkeit, ewige Zeit. 2) die Unver-gänglichkeit, Unsterblichkeit. Hiervon inder Kaiserzeit als ein Ehrentitel, ae. tua.
Aeterno, 1. [aeternus] (Poet., selten)verewigen, ewig machen, rein.
Aeternus, adj. [aus aeviternus vonaevum] 1) ewig, über alle Schranken derZeit erhaben (vgl. sempiternus). 2) oft
— unvergänglich, unsterblich, imrner-dauernd. 3) adv. a) aeternum od. aeternoimmerfort; in aeternum od. (Poet.) aeternumfür immer.
fAether, eris, m. [— cti'ftrjQ] die oberefeine und reine Luft, der Aetber (vgl. aer).Hierv. a) (Poet.) — der Himmel, b) — dieLust überh. c) (Poet.) onerare aethera votis
— die Götter.
's Aetherius od. -reus [^- «lAFg-o;] zumAether gehörig, ätherisch, und zwar sowohleigtl. als uneigtl., also auch — luftig, in derLust befindlich u. dgl.
fAethiops, öpis [— AlD-loip], 1) adj.(Poet.) zu dem Lande Aethiopien gehörig,äthiopisch. 2) subst. ein Bewohner Aethio-piens, der Aethiope. — Davon abgel. 3)Aethiopia, ae, f. [Al9wnld] Aethiopien,im weiteren Sinne (bei Homer und späterenDichtern) — alles Land am Südrande derErde; im engeren Sinne der südlich von Ae-gypten gelegene Theil von Africa, das Neger-land. 4) Aethiopicus [= AHhonixos]äthiopisch. 5) Aethiopis, idis, f. [ AI -ihonk\ ein Gedicht vom cvklischen DichterArctinus, eine Fortsetzung der Ilias.