Sibilo.
nat etiam; si hoc negem, mentiar; si sci-rem, dicerem (hierüber siehe die Grammatik).Jnsbes. A) (wie das häufigere quoties, quumu. f. w.) hei Angabe einer mehrmals wieder-holten Handlung — so oft, jedesmal wenn:si hostes deterrere nequiverant, disjectos cir-cumveniebant. B) zur Angabe einer Begrün-dung oder Rechtfertigung — wenn anders, wennsonst: delectus habetur, si hie delectus ha-bendus est. 0) elliptisch : aut nemo aut, siquisquam, ille sapiens fuit; si minus wonicht (ohne beigefügtes Verbum). O) (Poet.)bei Wünschen, wenn doch: o! si etc. (wveigtl. ein ganzer Hauptsatz zu suppliren ist).E) die Bedeutung des si wird oft durch dieHiuznfügung anderer Wörter näher und stär-ker bezeichnet: si quidem wenn sonst, wennanders; si modo wenn nur; si maxime, sijam wenn schon, wenn auch (noch so viel);ita — si unter der Bedingung, aus die Weise,daß; quod si beim Uebergange (siebe quod).2) (in der Prosa säst nur nach Ausdrucken, dieeine Erwartung oder einen Versuch bedeuten,wo eigentlich der Begriff einer Bedingung zuGrunde liegt), in abhängigen Frage - undZweiselsätzen, ob, ob etwa: exspectabat,si hostes priores transirent ; visam si domi est.
Sibilo, l. [sibilus] 1) intrans, zisehen,pfeifen (von Schlangen, von glühendem Eisen,wenn es i» Wasser getaucht wird). 2) transit.auszischen, ausp seifen, aliquem.
Sibilus, i, m. (Poet. auch im plur. -la,orum, n. pl.) I) das Z i seh e n, Pfeifen,Säuseln, Sausen, rudentum, venti, hor-renda 88. misit (von einer Schlange). 2) dasHöhnende und spottende Zischen und Pfeifen,das Auszischen: sibilis conscindere (con-sectari, explodere) aliquem Jmd. auszischen.
Sibilus, adj. (Poet.) zischend, pfei-fen d.
t Sibylla, ae, /. [= Slßvlla VON 2ibsßv/Lrj, äoiisch statt dibs ßovh ;] eine Weis-sag e r i n n und Priesterinn des Apollo; essind mehrere Prophetinnen dieses Namens be-kannt, am meisten die eumäische zur Zeit desAeneas. Davon Sibyllinus , adj,- libri(auch fata) ss. hießen die Schicksalsbücher (nachder Sage von dem Könige Targuinins einerSilbylle abgekauft), welche zu Rom unter derAufsicht von zwei, später zehn, endlich fünf-zehn Männern im Tempel des Jupiter auf demCapitolium bewahrt wurden, und die man beigefahrvollen Umständen von Staatswegen be-fragte.
Sie (bei Pl. noch die ursprüngliche FormSiee; mit dem Fragewort ne heißt es Kleine),adw. so,' auf solche Weise, dergestalt(vg.l. adeo, tarn). >Oft eorrespondirt eS mitut, tanquam, quasi so wie od. als wenn,gleiich als wie, aber auch s. — ut so — daß.
Siccus. 807
Bisweilen statt eines adjeetivischen Begriffe?, sobeschaffen: s. sum der Art bin ich; s. estvulgus solcher Art ist die Menge. Jnsbes. A)(selten) = adeo in dem Maaße: s. eumdiligebat ut etc. B) wie ita bei Angabeeiner Bedingung oder Beschränkung: ut id s.ratum esset si etc. (nur) dann gültig seinsollte, wenn u. s. w. Hiervon a) (wie dasgriechische aircoe ) — so ohne Weiteres, schlecht-weg : non s. nudos in flumen conjicere vo-luerunt. b) (Sollt.) bei vermindernden Aus-drücken, s. tenuiter so, so; s. satis so ziem-lich. C) (Poet.) bei Wünschen, Betheuerungenund Beschwörungen, so wahr, so gewiß: s.deus has adjuvet ut etc. so wahr möge einGott diesen beistehen als; s. me dii amabuntso wahr ich wünsche, daß u. s. w. D) (Com.)bei bestätigenden Antworten, ja, gewiß.
8lca, ae, /. der Dolch (des Banditen, vgl.pugio); trop. znr Bezeichnung des Meuchel-mordes.
Sieäni, örum, m.pl. die Sieanier, eine (viel-leicht aus Spanien eingewanderte iberische) Völ-kerschaft, die von der Westküste Italiens nachSicilien zog und sich dort ansiedelte: nach Eini-gen — die Siculi, nach Anderen von diesenverschieden. Davon I) Sicanis, idis (Poet.)und -nius, adj. (Poet.) auch — sieilisch;dann subst. -nia, ae,/. Sicilien. 2) SI-eänus, adj. (Poet.) — sieilisch.
Stearins, ii, m. [sica] der Meuchel-mörder, Bandit: accusare aliquem interss. Jmd. des Meuchelmordes anklagen.
Sicce, adv. [siccus] trocken, trop. vonder Rede u. dergl., nüchtern, ohne Wort-prunk.
Sicclne, richtiger sicine, siehe Sie.
Siccitas, ätis,/. [siccus] 1) die Trocken-heit, paludum; insbes. die Trockenheit derLuft, die trockene Witterung. Hiervon uneigtl.vorn Körper, die Festigkeit, Gedrungen-heit, das Freisein von überflüssigen Säften/tut Gegensatze des Aufgedunsenen und Schwam-migen. 2) trop. A) vom Geiste überhaupt, derMangel an geistiger Fruchtbarkeit, dieGeistes-a r m u t h. B) von der Rede, die E i n fa ch h e i t,die trockene Derbheit, Magerkeit.
Sicco, 1. [siccus] 1) trocknen, aliquidin umbra, capillos sole; s. lacrimas abtrock-nen. 2) austrocknen, paludem. 3) (Poet.)s. calices ausleeren, ubera anssangen, ovem(Spät.) melken ; s. vulnus von schädlichen Säf-ten reinigen — heilen.
Sicc-öcülus, adj. (Pl.) mit trockenenAugen, nicht weinend.
Siccus, adj. mit co?np. U. sup. I) trocken(eigtl. auswendig, auf der Oberfläche, vgl. ari-dus), vas, ager, coelum, dies; (Poet.) ss.oculi die nicht weinen, corpus, fest, gedrungen(nicht aufgedunsen und schwammig, siehe sicci-