Band 
Latein - Deutscher Teil.
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816
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816 Socordia.

S 6 cordia, ae, /. [socors] 1) [Spät.) dieG e i st e s s ch w ä ch c, Stupidität, Borniltheit.2) die Sorglosigkeit, Fahrlässigkeit,Gleichgültigkeit.

Socorditer, adv. [socors] sorglos,seihNässig.

Söcors, dis, adj. [se-cor] l) ohne Ver-stand , geistesschwach, stupid, bornirt. 2)sorglos, fahrlässig, gleichgültig.

Socrus, us, f. [socer] die Schwieger-mutter.

■[Söcrätes, is, m. [— ^cox^drijs] derbekannte griechische Philosoph. Davon-ticus,adj. und im plur. -ci, örum, m. pl. dieSchüler des Sokrates, Philosophen, welche sichals Anhänger und Nachfolger des Sokrates be-trachtete».

Sodalicias (tius), adj. [sodalis] 1) (Poet.n. Spät.) eameradschastlich, gesellschaftlich,eine Verbrüderung betreffend, jus. 2) gewöhnlichsubst. -ium, ii, n. = sodalitas.

Södälis, e, adj. 1) [Poet., selten) ge-sellschaftlich, rameraklich: turba s. die be-freundete Sehaar. 2) subst. comm. der Ca-me r a d, Gespiele, Gefährte in gesellschaft-lichen Vergnügungen, Hebungen u. dergl. (vgl.socius) : s. meus, s. alicui Jmds; trop. vonSachen, die zusammen zu sein pflegen, Euruss. hiemis. Jnsbes. A) ler T i s ch g e n o sse, Zech-bruder. B) der Spießgesell, Theilnehmeran einer unerlaubten Verbindung. 0) ss. hei-ßen die Mitglieder eines Pricstercolle-giums.

Sodalitas, atis, /. [sodalis] 1) abstr.die Camcrakschaft, der gesellige Umgang, s.intima. 2) concr., die G enosscnschuft,Brüderschaft — die zu einem gewissen Zweckeverbundenen Personen, der C l u b. Jnsbes. A)die religiöse Verbrüderung, das Priestcreollegium.B) das Gcsellschaftsmahl. C) die unerlaubteVerbindung [zu Verschwörungen, Bestechungenii. s. w.).

Södes [nach Cicero statt si audies] wirdals Formel freundlicher Bitte u. dergl. gebraucht,wenn es gefällig ist, gefälligstt diei s., etc.

Sogdiäna regio Landschaft in Asien zwi-schen dem Jaxartcs und dem Oxus.

Söl,is, m. 1) die Sonne: [Poet.) primos. bei Tagesanbruch, medio s. am Mittage,supremo s. des Abends. 2) übertragen A) —der Sonnenschein: ambulare in s. B) —die Sonnenhitze: s. Libycus. C) [Poet.)— Tag. v) trop. a) zur Bezeichnung derOcffentlichkeit: procedere in s. in das öffent-liche Lebe» hervortreten, b) Oft bezeichnetsol den öffentlichen Kampf, während umbradie Uebungen in der Schule bezeichnet (cedatumbra soli — die Jurisprudenz möge demKriegsdienste den Rang einräumen); von einemRedner bezeichnet sol die öffentliche Rede aiif

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dem Markte, den wirkliche» Rednerkanipf, urnbradagegen die Uebung zu .Hause oder in derSchule, c) von einer außerordentlichen Personoder Sache. 3) personisicirt, der Sonnen-gott, Sohn des Titanen Hyperion lind derThia, erst später — Apollo.

Sölämen, inis, n. [solor] [Poet.) derTrost, das Trostniittel.

Solaris, e, adj. [sol] [Poet. u. Spät.)zur Sonne gehörig, Sonnen-, lumen.

Sölärius, aclj. [sol] — solaris; fast mirals subst. -ium, ii, n. 1) eine S o n n e n n h r,davon übertragen, eine Wasseruhr. Ei» sol-ches s. war namentlich auf dem Forum zu Rom,wo die Römer theils in Geschäfte», theils zumZeitvertreib sich gewöhnlich um Mittag cinfan-den: daher ad s. versari = häufig unter dieLeute kommen, auf dem vielbesuchten Forumerscheinen. 2) ein der Sonne ausgesetztesflaches Dach, Terrasse.

Sölätiolum, i, n. [Poet.) deminut. vonsolatium.

Sölätium, ii, n. der Trost, alferre ali-cui s. ; hoc est mihi solatio ist mir ein Trost.Hiervon A) das Trostniittel, die Linderung,das Linderuiigsmitiel, calamitatis; campumMartium solatium populo patefecit. B) =:der Tröster, der Crheiterer: aves ss. ruris.

Sölätor, öris, m. [solor] [Poet.) derTröster.

Soldürius, ii, m. [gallisches Wort] Jmd.der mit einem Anderen auf Leben und Tod ver-bunden ist, der Getreue (vgl. devotus) ; sieheCaes. B. G. 3, 22.

Sölea, ae, f. 1) die Sanda le, Schnür-sohle, die nur die Fußsohle bedeckte und mitRiemen und Bändern unter dem Fuße festgebundenwurde; sie wurde von Männern und Frauengetragen, aber nur zu Hause; wenn man zuTische ging, legte man die Sandalen ab, undließ sie sieh beim Aufstehen von den Sklavenwiedergeben, daher poscere ss. — von einemGastmahle weggehen wollen. Hiervon A) s.ferrea eine Art eiserne Schuhe für Pferde oderandere Thiere. B) ss. ligneae Fußfesseln.2) ein Fisch, die Zunge, eine Art der Schol-len.

Söleärius, ii, m. [solea] der Sanda-lenverfertiger.

Söleätus, adj. [solea] Sandalen tra-gend.

Söleo, solitus sum, — 2. intrans, pfle-gen, g e w o h n t sei», aliquid facere; utsolet (sc. fieri) wie es zu gehe» pflegt; itasoleo so vstege ich [zu handeln od. dergl.);[Com.) solens facio (sum) ich ihue [bin) esnach Gewohnheit, ich pflege es zu thun [zusein). Bisweilen bezeichnet es nicht eben eineSitte oder Gewohnheit, sondern nur eine häu-fige Wiederholung: cum animo volvere solitus