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stark gebaut wird, (denn der allmächtige Wille des selteueuSterbliche» schafft selbst Paris um! —) ging ich in Be-gleitung von Hrn. A. nach dem Luxembourg, wo der Sitzdes ,,8enat conservatour« und zugleich die Residenz desPrinzen Joseph ist, der sie übrigens nun wohl in Neapelaufschlagen wird. — Herrlich und großartig ist dieses Ge-bäude, für dessen Verschönerung noch immer mehr ge.schichr, herrlicher aber wohl der große, weite Park, imfranzösischen Geschmacke angelegt und mit trefflichen Marmor-Statuen ausgeschmückt, — eine neue, erhabene Schöpfung!— am herrlichsten unstreitig die Kunst, welche hier ihrenThron aufgeschlagen hat! Mir gefiele» als Auswahl Ra-phaels h. Familie, 'k'itiaus Dana«, — Christus speist beidem Pharisäer Simon — (wie sticht das schlaue Angesichtdes Pharisäers gegen die ruhige himmlische Majestät inden Gesichtszügen Jesu ab!). Von den großen GemäldenRubens für Maria Mcdicis würde mir auch nicht Einesbehagen, sie sind zu sehr mit Figuren überlade» und sodannist auch zu viel darin geschmeichelt. Ebenso verhält es sichmit den 24 Stücken von Lesueur aus der Geschichte des8. Bruno, ausgenommen etwa 2, nämlich: Schrecken desWiedercrwachcns des Canonicus und: Tod des 8. Bruno.Nicht sonderlich gefielen mir auch Verweis Seehäfen, w o-von jedoch gleichfalls 2 sehr gelungene Arbeiten: lVro. 30.8. Malo, das Meer in stürmischer Aufregung, und Nro. 52.eine Fcucrsbrunst ausnahmsweise rühmliche Erwähnungverdienen. Wahrhaft classisch und bis zur Bewunderung,zum Entzücke» hinreißend fand ich Davids Brutus und denEid der Hvrazier mit den herrlichen Weiber-Gruppen, undendlich Views schlafenden Eremiten, was mein Lieblings-stück geworden ist.
In bemerken ist hiebei, daß Napoleon nicht selten au«den Gemälde-Galleriecn die ausgezeichnetsten Stücke in dieTuilerien kommen, daselbst aufhängen und gegen andereeintauschen läßt. — Ueber der Sculptur bemerkte ich zweiganz vorzügliche Eremplare, eine» Amor und Psyche, von