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Turemto eine Ärone, vis-a-vis ist Louis XIV. angebrachtmit den Worten: Passage du Rliin, 1672, noch einigeBüsten und lange Tafeln mit den Namen derer, die imFelde Auszeichnungen und Belohnungen erhalte» hatten.Das Jnvaliden-Gebäude ist, bei seiner reichen, geschmack-vollen Bauart, noch überdieß geräumig genug, um 12,000Mann unterzubringen. Gegenwärtig ist es von ungefähr3,000 Tapferen bewohnt. — In der Bibliothek, wo 12Invaliden um ein Kaminseuer lesend saßen, ist das be-rühmte Gemälde Davids: Bonaparte, auf seinen Scheckenangeklammert,■ tti Lebensgröße, — Mantel, Haar undKleid vorn Wind emporgesträubt, — sprengt den Bvrnardhinan, — in der Entfernung einige Artilleristen, mit Ka-nonen-Zug beschäftigt, an Felsen die Namen: Aunibal —Charlemagne — Bouaparte! Dieses Gemälde blieb je-doch unter meiner Erwartung. Ein anderes, der 10. Bru-mairc, ist entfernt worden, weil es gar zu plump schmeichelt.
Die Schlachten Louis XIV. interessirten mich wenig. —
In der anderen Kirche hängen ebenfalls eine MengeTrophäen, meist deutsche; die Fahnen sind sehr artig grup-pirt und etwa 7 je mit einem Schilde zusammengehalten,worauf die Namen der Schlachten stehen, z. B. Lodi,Marcngo etc.
Von da streifte ich auf das erhabene Marsseld,wo man Pferde tummelte, trat in die schöne Ecole mili-taire ein, wo die kaiserlichen Garden erneute», die hierzum Theil in Garnison standen, dnrchschritt die sehr langen,neuen Boulevards, besonders bei der Barrivro d’Enfcrund S. Jacques, am Weiber-Hvspitale vorüber und gingso über den Pont d’Austerlitz nach Hause. Ueberall fandich gut unterhaltene Wege und liebliche Alleen; zugleichhaben diese Boulevards ein ländliches Aussehen, allwärtssind Gärten, eine Menge Gartenhäuser, Pavillons undbuntbelebte Feld-Ansicht; die Frauenspersonen der Landleutetrage» sich meist roth, auch gewahrt man viele Esel mitTragkörbe» und Weiber, welche reiten. An den neuen