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exprime si f'aiblemeut les sentimens coucentrls. II estsuperieur dans fous les löles tendres et chevaleresques,mais il tombe au-dessous du raediocre dans tout cequi exige de la force d’äme et de la profondeur; ilsemble quc la nature ait ainsi voulu tirer une ligue dederuarcation intransible entrc son genre et celui deMr. Talma (car c’est le cas de dire : Et vice versa.)On lie saurait donc trop leur repeter, ä l’un et ä l’au-tre ce que disait tout bonnenient un graud komme;
Ne forcez point votre talent,
Vous nc feiiez rien avec gracc.
Mit weit mehr Behagen sah ich das Lustspiel: les Heri-tiers ou le Naufrage (— die Erben oder der Schiffbruch)aufführen, worin der jüngere Baptiste die Rolle einesabgefeimten, schelmischen Bedienten zum Todtlachcn spielt.Er wußte wirklich mit vieler Wahrheit einen boshaftenEinfaltspinsel darstellen, einen Kerl, der ein dummes Ge-sicht schnitt, wenn er den feinsten Spitzbubenstreich einge-fädelt hatte und wirklich dumm war, wenn er es gescheudrangreifen und verständig aussehen wollte. Ich kann esmir jetzt eher erklären, daß Plato selbst mit Begeisterungvon der hohen Grazie des Aristophancs in komischen Dar-stellungen spricht; denn Comödicn muß man von Franzo-sen spielen sehen, dagegen Tragödien kann ich einmal vonFranzosen nicht leiden, sie schreien, deklamiren, halren's fürerhaben, tragisch, ich aber sehe bloß das Unnatürliche darin,und dennoch war wieder ein Klatschen bei'm Kommen undGehen beliebter Acteurs, bei Lieblingsstellen oder Anspie-lungen, die alten Franzosen! — Madame Thenard spieltAlte trefflich, Lafond, Depres, Michelot rc. Männer-Rollcn.In den Heritiers thut der klägliche Ausruf der Erben,als der vermeintliche gestorbene Onkel sich zu erkennen gibt,le Defunt n'est pas mort! — treffliche Wirkung. Be-klatscht wurde: „Vous n’etes pas riebe? und: kUoiisieur,je suis Peintre.“ —
Ich machte heute wieder meine '1'our im Palais ro^al
Ges. Schriften. 5